Als Unikat bezeichnet Wikipedia "die Einzigartigkeit eines Objektes, beispielsweise eines Schriftstücks, Gemäldes oder einer Fotografie". Es betont die "Besonderheit und den gesteigerten Wert des Einzelnen". Beim Wort "Edition", womit die Reproduktion eines Unikats in mehr oder weniger großen Auflagen bezeichnet wird, kommt Wikipedia schon ins Schleudern, zumindest in der deutschen Fassung. Und beim Begriff "unikatär", womit eine Art Zwitter zwischen Unikat und Edition gemeint ist, passt Wikipedia vollends, obwohl er zunehmend in den Sprachgebrauch und die Praxis des Kunstbetriebs und des Kunsthandels einfließt. Dieter Roth oder Gerhard Richter zum Beispiel haben sehr häufig in die Produktion ihrer grafischen Editionen oder Multiples manuell eingegriffen oder eingreifen lassen - und so einzigartige Kunstwerke geschaffen, Editionen mit Unikatcharakter quasi. Für alle Varianten der Edition gilt im Übrigen: Je kleiner die Auflage umso seltener und meist auch umso wertvoller ist das Werk.
Nach Ende der Ausstellung bleibt ein Teil der Arbeiten weiter im Angebot als Art-Report-Edition, teils zu erhöhten Preisen.