Eröffnung: Samstag, 11. September 2010, 14 Uhr
St. Georgen, Juli 2010 Am 11. September 2010 eröffnet die Sammlerfamilie Grässlin in St. Georgen ihre jährliche Kunstschau mit einem Überblick über das Werk von Albert Oehlen von Anfang der 80er Jahre bis in die Gegenwart mit Schlüsselwerken aus allen wichtigen Schaffensphasen. Gleichzeitig kuratiert Albert Oehlen eine Ausstellung in der Galerie von Anna Grässlin, in der er eigene Arbeiten mit Werken aus der Informel-Sammlung von Dieter und Anna Grässlin kombiniert.
Albert Oehlen, 1954 in Krefeld geboren, gehört zu den wichtigen Protagonisten der deutschen Gegenwartsmalerei. Er studierte von 1978 bis 1981 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Sigmar Polke .
In bewusster Abgrenzung zur damals vorherrschenden Minimal Art und Konzeptkunst entwickelte Oehlen Anfang der 80er Jahre eine künstlerische Haltung, die sich bewusst provokativ mit der Frage auseinandersetzte, ob und wie Malerei heute noch möglich ist. Dabei verfolgte Oehlen eine Strategie der Verunreinigung und Banalisierung von traditionellen Maltechniken und Motiven, indem er den guten bürgerlichen Kunstge-schmack mit Sprachwitz und Ironie unterwanderte und allgegenwärtige, teils den Massenmedien entnommene Motive gekonnt antivirtuos auf die Leinwand brachte.
Seit dieser Zeit steht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Mediums Malerei im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit Albert Oehlen s. Immer aufs Neue lotet er in seinen oftmals als Zyklen konzipierten Werken die Grenze zwischen Abstraktion und Figuration aus, wobei auch vorgefundene Realitätsfragmente, wie z.B. Werbeplakate, digitale Bilder und Sprache zum Einsatz kommen. Seit Beginn der 90er Jahre überlagert er konkrete Bildmotive mit abstrakten Farbgesten und löst so die Gegenständlichkeit weitgehend auf. Für seine Version von Malerei über Malerei prägte Oehlen den Begriff der postungegenständlichen Malerei.
(Pressetext)
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