.Die grundlegenden Materialien aus denen unsere Städte gebaut sind, bilden die Grundlage für die Werke Mirko Tschauner s (*1972). Mit der scheinbar fragment-artigen Addition dieser geläufigen Baustoffe transformiert der in Köln ansässige Künstler deren funktionalistische Notwendigkeit. Durch den Arbeitsprozess in Bewegung versetzt, löst der Künstler die dem Material immanente lastende Schwere auf. Sie stellen sich so einer ästhetischen Neubewertung im Zusammenhang der bildhauerischen Plastik und des Raumes. Aus einfachen geometrischen Formen aufgebaut, geschnitten oder gegossen, auf lackierten Trägergestellen präsentiert oder auf dem Boden liegend, behaupten seine Werke ihren autonomen Charakter. Die Kompositionsmethode des Schichtens und Neigens verleiht den Werken eine fragile Tektonik, die der Bildhauer ästhetisch ausreizt bis zu einem gewissen, angehalten Moment der Stabilität. Das Konstrukt erstarrt. Die Analogie zu Bauwerken, zu handwerklich geschaffenen Manifestationen eines gesellschaftlichen Verständnis von Raum, nimmt Tschauner als Zustandsbeschreibung urbaner Realität: Materialwahl als Realismus.
(Pressetext)
Künstler Arne Reimann , Mirko Tschauner