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.Bereits der Titel der Ausstellung "Glanzstücke" führt uns zu einem weiteren Schritt, der sich in den vergangen Jahren im Werk von Bim Koehler vollzogen hat. Waren es vorher die matt glänzenden Oberflächen eines durch viele Malschichten partiell mit Wachs versehenen Bildobjekts, so überraschte der Künstler in den letzten beiden Jahren mit neuen, wenn auch in seinem Werk nicht gänzlich unbekannten konstruktiven Ansätzen seiner Bildsprache: Farbstreifen frei mit dem breiten Pinsel in vertikaler, diagonaler und horizontaler Folge über die gesamte Bildfläche streng angeordnet, überlagern sich und erzeugen durch die transparente Qualität der Farbe einen einsehbaren Farbraum. Durch die vielfältige Wiederholung des Prozederes entstehen farbliche Überschneidungen, die in der Darstellung neue, zufällige, unterschiedliche geometrische Formen hervorbringen und die Stringenz der Gleichmäßigkeit der Farblinie auf dem Bildformat auflösen. Koehler verwendet bei seinen Arbeiten ausschließlich selbst entwickelte Farben, individuell für jeden Farbstreifen "entworfen". Ein hochglänzender Bildabschluss mit einem Speziallack intensiviert und schützt die Farben zugleich.
Bei seinen monochrom erscheinenden Bildern mit ihren faszinierenden Aufbrüchen in die Schichten des unteren Bildraumes, die die vielen verschiedenen Farbschichten darunter erahnen lassen, verzichtet Koehler im jüngsten Werkzyklus dieser Bildreihe auf den partiellen Auftrag von Wachsen und setzt ebenfalls auf den hochglänzenden oder aber auch matten Abschluss der Bildoberfläche.
Stets auf der Suche nach neuen Malmedien und atypischen, innovativen Werkstoffen, greift Koehler in einer aktuellen, neuen Werkreihe, den "Glasbildern" zum Trägermaterial Acrylglas und setzt neu ein Medium aus Pigment und Glaskügelchen in Verbindung mit Tusche ein. Diese monochrome, feinperlig glänzende Malschicht befindet sich an der Oberfläche des durchsichtigen Trägers und arbeitet so reflektierend mit dem Weiß des Untergrunds.
Egal welche Bildform nun den Betrachter besonders anzieht, alle Werkreihen Bim Koehler s verlangen, ja fordern geradezu eine intime Auseinandersetzung mit dem Bild.*
*Renate Bender
(Pressetext)
Künstler Bim Koehler