.Brian Ulrichs neueste Serie “Dark Stores, Dead Malls & Ghostboxes” begann 2008 und ist Teil seines Langzeitprojektes „Copia“. Seit 2001 untersucht er das alltägliche Verhalten von Konsumenten und zugleich die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Implikationen des Kommerzes sowie der Rollen, die wir als Zielscheiben von Überkonsum, Werbung und Marketing spielen. Dark stores', 'Ghostboxes' und 'Dead malls' sind Terminologien des Einzelhandels für insolvente und verlassene Einkaufszentren, Läden und Großmärkte. Mit dem jüngsten wirtschaftlichen Rückgang werden die Effekte eines unzeitgemäßen Wirtschaftsmodells des 20. Jahrhunderts immer deutlicher. Ulrich fotografiert ihrer Konsummarken entkleidete, herrenlosen Reste der einstigen Kolosse des Wirtschftswachstums, die jetzt ihre Funktion als Werbeträger und damit Tempel der Hoffnung auf ein besseres Leben nicht mehr erfüllen. Die Sinnlosigkeit einer auf Einzelhandel ausgerichteten Wirtschaft zeigt sich durch die leeren Einkaufszentren und Läden, die jetzt als Mahnmahl für Konsum ohne Vorraussicht dienen. Brian Ulrich 's Arbeiten sind in den bedeutendsten amerikanischen Sammlungen vertreten.
(Pressetext)
Künstler Brian Ulrich