Das Phänomen des Kopierens von Kunst ist so alt wie die Kunst selbst. Angesichts der technischen Möglichkeiten digitaler Medien stellt sich die Frage nach dem Stellenwert von Originalen und Kopien mit neuer Aktualität. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe untersucht die vielfältigen Formen, Funktionen und Motive des Kopierens anhand ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Epochen und Kontexten. Das Spektrum reicht von der Kunst des späten Mittelalters über die Moderne bis in die zeitgenössische Kunst und die Welt des Internet.
Kompositionen berühmter Künstler wie Albrecht Dürer oder Peter Paul Rubens wurden zu allen Zeiten von anderen Künstlern zum Vorbild genommen und kopiert. Dabei dienten Kopien nicht allein der Vervielfältigung, sondern entstanden im Rahmen der künstlerischen Ausbildung. Sie bezeugen eine allgemein verbreitete Praxis, die beim Kult um das Original manchmal in Vergessenheit gerät.
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