Als Winterausstellung zeigt das Brücke-Museum Berlin Aquarelle von Erich Heckel, sowie in einer Sonderausstellung im großen Saal Holzstöcke von Karl Schmidt-Rottluff .
Erich Heckel, Mitbegründer der Brücke, hatte das Aquarell als Technik, die ein spontanes und schnelles Arbeiten ermöglichte, für sich entdeckt. Er sah das Aquarell als eine dem Gemälde gleichwertige Technik an, denn viele seiner Motive - vor allem Landschaften und Reisebilder - realisierte Heckel in beiden Maltechniken, um so die Wirkung der Farben gegenüberzustellen und zu untersuchen.
Karl Schmidt-Rottluff, ebenfalls Mitbegründer der Künstlergemeinschaft, entwickelte schon früh eine besondere Affinität für den Werkstoff Holz. Als Holzstock wird die Druckplatte bezeichnet, von der das Motiv für die graphischen Holzschnitte abgezogen wird. Somit offenbaren diese Druckstöcke aus Holz unmittelbar die schöpferische Genese des Holzschnittes und dokumentieren, noch stärker als der flächige Druck auf Papier, die besondere Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Material. Die Druckstöcke des Künstlers werden in der Ausstellung den entsprechenden graphischen Blättern direkt gegenübergestellt.
Pressetext
KünstlerInnen: Karl Schmidt-Rottluff