Die Ausstellung Make the Most of Now! nimmt ihren Ausgang in der Frage, welchen Spielraum zeitgenössische künstlerische Praktiken bieten, sich diesem Imperativ von Unmittelbarkeit affirmativ zu entziehen, ihn performativ zu verschieben oder die Erwartungen kritisch zu unterlaufen.
Dabei aber liegt der Fokus in den versammelten Arbeiten zugleich darauf, zu erkunden, welche anderen Formen und Erzählweisen „großer Gefühle“, andere Verknüpfungen von Affekt, Begehren und Wünschen (damit auch andere Formen von Subjektivität, Erinnerung und Gegenwart) jenseits des zumeist bipolar verstandenen Gegensatzes von „Authentizität“ und ihrer vermeintlichen medialen Verkehrung möglich und vorstellbar sind.
An der Grenze von Repräsentation und unmittelbarem Erleben, von Leben und Fiktion, zwischen Inszenierung und Wirklichkeit, Intensität und Effizienz, geht es um Deutung und Definition dessen, was man „das Jetzt“, „das Leben“ oder auch „die Gegenwart“ nennen mag, oder zumindest was man daraus zu machen in der Lage ist.