Markus Lüpertz gilt als ein Malerfürst unserer Zeit.
Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt die Kunsthalle Jesuitenkirche eine Auswahl seiner Zeichnungen, Graphiken und Skulpturen.
Der umstrittene Künstler, der bis 2009 mit der Kunstakademie Düsseldorf eine der einflussreichsten Kunstschulen Deutschlands leitete, ist besonders mit seiner dithyrambischen Malerei in den 1960er Jahren bekannt geworden. Seitdem bricht sich seine ungebremste Kreativität Bahn in großformatiger Malerei, Zeichnungen und einem beeindruckenden plastischen Werk. Ergänzt und dialogisch fortgeführt werden die häufig mythologischen Themen in zahlreichen farbigen Lithographien und Radierungen.
In mannshohen Holzschnitten etwa setzt Lüpertz auf die große Form und den plakativen Einsatz großer farbiger Flächen. Einen Kontrast dazu bilden filigrane Radierungen, in denen er sich, wie in der Spanischen Serie, mit der Vergänglichkeit auseinandersetzt oder konzentrierte Serien von Köpfen oder Diamanten schafft. Einige Kaltnadelradierungen und Heliogravüren hingegen nähern sich in der Ästhetik seinen spontanen Zeichnungen an.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Jesuitenkirche zeigt den Maler Markus Lüpertz bewusst nicht in seinem malerischen Werk. Im Mittelpunkt stehen stattdessen die begleitenden und das malerische Hauptwerk umspielenden Gattungen. So zeigt sich, wie er die Themen seiner Malerei und Skulptur mit allen ihm zur Verfügung stehenden künstlerischen Mitteln durchdringt, wie Zeichnung, Skulptur und Druckgraphik ein Wechselspiel eingehen, das verschiedenste Aspekte eines gestalterischen Gedankens umkreist. Die Ausstellung bietet damit einen tiefen Einblick in das kreative Schaffen eines inspirierten Künstlers und unermüdlichen Arbeiters.
Pressetext
KünstlerInnen: Markus Lüpertz