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Aus Anlass der Premiere von Christoph Schlingensief s Afrika-Projekt Remdoogo – Stunde Null. Via Intolleranza II nach Luigi Nono während der Opernfestspiele 2010 der Bayerischen Staatsoper zeigt die Galerie Sonja Junkers von Christoph Schlingensief Fotografien und Filmfragmente aus Burkina Faso und Namibia, wo er The African Twintowers drehte, und ausgewählte Fotografien von Patti Smith . 2011 wird Christoph Schlingensief auf Einladung von Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin am MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und Kuratorin des deutschen Pavillons, Deutschland auf der Biennale in Venedig vertreten.
Patti Smith und Christoph Schlingensief begegneten sich zum ersten Mal 2005 in Bayreuth nach einer Aufführung von Schlingensiefs Parsifal-Inszenierung, über welche Patti Smith für Die Zeit berichtete. Noch im selben Jahr folgte sie Christoph Schlingensief s Einladung nach Namibia zu den Dreharbeiten von The African Twintowers. Im Januar 2006 zeigte das Wiener Burgtheater unter dem Titel Area 7 ihre erste Kollaboration. 2008 wurde The African Twintowers, eine Installation aus 18 verschiedenen, gleichzeitig abgespielten Videos von insgesamt 180 Stunden Film, zusammen mit Afrika-Fotografien von Patti Smith in Graz während des Festivals Steirischer Herbst gezeigt.
Christoph Schlingensief bezeichnet Oper wie sie heute zelebriert wird als „ein Gefängnis, in dem es sich die Hochkultur gemütlich gemacht hat.“ Remdoogo – Operndorf Afrika ist ein Versuch, die Oper durch die Zurückversetzung in ihre ursprüngliche Umgebung von jungen Menschen und äußeren Einflüssen wieder zu einer „sozialen Plastik“ (Beuys) zu machen. Afrika als Wiege des Menschen und der Kultur soll die Oper heilen. Zusammen mit dem Architekten und Gewinner des Aga-Khan-Award for Architecture Francis Kéré entwickelt Christoph Schlingensief in Burkina Faso Remdoogo, ein Operndorf bestehend aus, unter anderem, einer Bühne, Klassenräumen, Werkstätten, Gartenflächen und einer Krankenstation.
Patti Smith geht lieber in die Oper als in Galerien und bewundert neben Arthur Rimbaud und William Blake die Opernsängerin Waltraud Meier. Für ihre Fotografie benutzt sie seit den frühen 70er Jahren eine einfache Land 250 Polaroidkamera von 1963. Die Polaroids werden abfotografiert und die so entstandenen Negative als Silbergelatine Abzüge nur wenig größer als das Original gedruckt. Patti Smith s Stil setzt sich rigoros von dem ihres ehemaligen Lebensgefährten Robert Mapplethorpe ab, dessen formal perfekte schwarz/weiße Fotografien sich durch scharfe Konturen, klare Linien und einen klassischen Bildaufbau auszeichnen. Sie fotografiert nie bestimmte Momente, sondern sieht ihre subjektiven Fotografien eher als meditative Bilder und als Souvenirs. Wie auch Christoph Schlingensief in seinen expressionistisch experimentellen Fotografien arbeitet Patti Smith bewusst mit Unschärfen und Andeutungen. Die lyrischen Bilder von Patti Smith und Christoph Schlingensief ergänzen sich gegenseitig, beide Künstler beschäftigen sich mit der Archäologie des Sehens.
Im September 2010 zeigt die Galerie Sonja Junkers neue Arbeiten der New Yorker Video- und Performancekünstlerin k8 Hardy.
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I work at heads so that I won’t be alone. I want their eye contact. So why not portraits? I can’t own them, but these heads are mine. Although I stare, I am no observer. The heads are not observed, and how could they be? When there can be no sitter, and everything is the model. I can’t turn away from my work, to a model. To look away from the stuff in my hands, for even an instant, is an unbearable interruption in contact. I work in wet clay, which is flesh. I go so far, and make a mold. Not a particularly good one, but I do not use molds for replication. The mold is rather a plateau from which to make fresh departures. I work from plateau to plateau, rather than state to state. At the top of the climb the single image yields to a contact sheet of many inflections, each different, but each derived from a single mold. But before that, no sketches, no models, and no states. No technique, really. I don’t like even the thought of it. My process is purely a matter of identity, and integration. The piece is realized when, at last, nervous tension infuses the dormant features, and a wakened presence returns our gaze.
(Pressetext)
Künstler
Patti Smith , Christoph Schlingensief