Seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt Pawel Althamer Kunstprojekte mit ganz unterschiedlichen Menschen: etwa mit Obdachlosen, Schulkindern, Nachbarn, Freunden oder Kollegen. Immer reflektieren die Werke des 1967 geborenen polnischen Künstlers gesellschaftliche Prozesse und fordern zur Interaktion auf. In seiner Auftragsarbeit ALMECH verwandelt Althamer das Deutsche Guggenheim in eine Werkhalle. Er verlagert Teile der gleichnamigen Warschauer Plastikfabrik, die sein Vater betreibt, in den Galerieraum. Gemeinsam mit dem Künstler stellen Arbeiter von Almech an zwei Maschinen Skulpturen her, die Angestellte der Deutschen Bank, Vertreter des Kunstbetriebs und Besucher der Ausstellung porträtieren. Umgekehrt wird die Firma in Polen während des Ausstellungszeitraums in Deutsche Guggenheim umbenannt und liefert Teile nach Berlin. Tag für Tag kommen neue Skulpturen hinzu und fügen sich zu einem komplexen Portrait, das Produktions- und Arbeitsbedingungen untersucht in der Wirtschaft und im Kunstbetrieb.
Pressetext
KünstlerInnen: Pawel Althamer