.Das Medium Zeichnung wird in der Galerie Zink von jeher mit großer Leidenschaft gepflegt. Künstler wie German Stegmaier, Marcel van Eeden , Yoshitomo Nara, Ante Timmermans oder auch die in München lebende Künstlerin Fumie Sasabuchi prägen das Programm der Galerie und unterstreichen die herausragende Stellung der Zeichnung. Spontan und intim zugleich erlaubt die Zeichnung einen direkten Zugang zu den Gedanken und Ideen des Künstlers. Unter dem Titel „Schwarz und Weiß“ zeigt die Galerie diesmal ausgewählte Künstler, die die Grenzen des Mediums Zeichnung ausloten.
So üben die großformatigen kontrastreichen Kohlezeichnungen des belgischen Künstlers Rinus Van de Velde (*1983, Belgien) schon durch ihre Größe eine Sogwirkung auf den Betrachter aus. Dadurch wird die Intensität und Eindringlichkeit der vom Künstler entworfenen Parallelwelt, in der Realität und Fiktion, Zukunft und Vergangenheit untrennbar miteinander verwoben sind, noch gesteigert.
Wolfe von Lenkiewicz (*1966, England) entwickelt in seinen Arbeiten eine uns völlig neue und zugleich vertraute Bildsprache. In seiner Arbeit schöft er aus dem Bildrepertoire der populärsten Vertreter der westlichen Kunstgeschichte. Er komponiert signifikante Details dieser Werke untereinader neu. Damit eröffet sich uns, bei der Betrachtung seiner großformatigen Zeichungen auf Leinwand, ein ungewöhnlicher Kosmos hybrider Mythologien.
Javier Arce (*1974, Spanien) dringt mit seinen Zeichnungen in die dritte Dimension vor. Ikonen der europäischen Kunstgeschichte überträgt er mit Filzstift so auf großformatige Papierbögen, dass die Ergebnisse wie Fotokopien der Originale anmuten. Durch das Zusammenknüllen und anschließende Wiederauffalten der fertigen Zeichnungen entstehen Werke, die sich an der Grenze zwischen Zeichnung und Objekt bewegen und die Frage nach dem Verhältnis von Original und Kopie neu aufwerfen.
Ulrike Mohr (*1970, Deutschland) war Teilnehmerin der 5. Berlin Biennale 2008. Ihre Arbeit bedient sich bescheidener Mittel, nimmt dabei aber schnell geradezu monumentale Dimensionen an und steht in direkter Tradition von Land Art und den Spaziergängen Richard Longos. Seit ihrem Studium beschäftigt sich die Berliner Bildhauerin mit den Umsetzungsmöglichkeiten dreidimensionaler Zeichnungen. So kommt es, dass das Zeichenmaterial und dessen Rohstoffe selbst zur Zeichung werden.
Marcel van Eeden (*1965) hält sich bei seinen Zeichungen strikt an sein Konzept, nur auf Vorlagen von vor seiner Geburt 1965 zurückzugreifen. Nach seinem internationalem Durchbruch mit der Teilnahme an der 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst “Von Mäusen und Menschen” 2006, hat er an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellung teilgenommen im Herbst diesen Jahres wird eine umfassende Einzelausstellung seiner Serien im Haus am Waldsee in Berlin zu sehen sein.
Überdies werden in der Ausstellung Werke der jungen in Berlin lebenden Belgierin Hannelore van Dijck zu sehen sein, die sich mit ihren raumgreifenden Wandzeichungen breits in der jungen Berliner Kunstszene einen Namen gemacht hat.
(Pressetext)
Künstler Rinus Van de Velde, Tsukuda Hiroki , Hannelore van Dijk , Wolfe von Lenkiewicz , Javier Arce , Ulrike Mohr , Marcel van Eeden