Walter Swennen (*1946, Brüssel) wringt aus dem Akt der Malerei verzweifelten Humor. Ironie, verwaschene Erinnerungen, falsch buchstabierte Namen sowie Ausrufe werden miteinander kombiniert und kämpfen um einen Platz auf der Bildoberfläche. Geschwächte Anklänge altmodischer Pop Art-Symbole treten aus dem Grund malerischer Abstraktion hervor. Cartoonartige Motive sind oft kurz davor, sich in reine Formen und so im Material des Malprozesses aufzulösen. Aus dem Gespür für Zwecklosigkeit von Formalismus und Darstellung erfindet Swennen eine erregte malerische Sprache.
Alexander Heim (*1977, Hamburg) formt vertraute Fundobjekte in Skulpturen um, die wie Schrottteile von einem anderen Planeten aussehen. Wie Requisiten in einem Science Fiction Film bleibt ihre äußere Erscheinung in der Schwebe zwischen organischen und technischen Körpern. Als dreidimensionale Objekte korrespondieren sie mit Bildelementen in seinen Videos. Indem sie künstliche Formen annehmen, behaupten sie sich als einzelne Werke im Ausstellungsraum. Die futuristische Metapher wird in Heims Videos belebt und verwandelt Ansichten städtischer Randgebiete in post-apokalyptische Landschaften.
Artists: Walter Swennen , Alexander Heim