Im Zentrum der Ausstellung Walter Burger und Künstlerfreunde steht eine eindrückliche Reihe von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen, die Maria Burger, die Witwe des Künstlers, 2011 dem Kunstmuseum St.Gallen geschenkt hat. Diese grossartige Werkgruppe vermag das Schaffen von Walter Burger (Emmen LU 19232010 Berg SG) umfassend darzustellen, sofern man den grossen Block der unverrückbaren Kunst-am-Bau-Aufträge ausklammert, durch die der Künstler in der Ostschweiz vielfach präsent ist. Die Ausstellung wird den Bogen spannen von den frühen Ölgemälden, die sich an der analytischen Sicht seines Basler Lehrers Hans Stocker orientieren, über die Studien zu den Skulpturen der 1960er und 1970er Jahre und die zugehörigen Plastiken aus geschmiedetem Eisen und emaillierten Farbtafeln bis hin zu den filigranen Drahtskulpturen der letzten Jahre. Die leuchtenden Aquarelle auf historischen Papieren aus alten Kontobüchern stehen den beiläufigen Skizzen auf Briefkuverts gegenüber, die in inspirierter Zweitverwendung das zugesandte Verbrauchsmaterial nutzen.
Erweitert wird die Ausstellung durch intime Werke anderer Künstler aus der Sammlung von Maria und Walter Burger . Von den gewichtigen Schweizer Eisenplastikern werden Werke von Robert Müller (Zürich 19202003 Villiers-le-Bel bei Paris), Josef Maria Odermatt (* Stans 1934) und Bernhard Luginbühl (Bern 19292011 Langnau) gezeigt. Ebenso sind Zeichnungen und Plastiken von Franz Eggenschwiler (Solothurn 19302000 Bern) zu sehen, den eine lebenslange Freundschaft mit Walter Burger verband.
Pressetext
KünstlerInnen: Walter Burger