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Kunsthaus Lempertz Köln


Prof. Henrik Hanstein

Kontaktinfos

Galerie Kunsthaus Lempertz
Neumarkt 3
50667 Köln (DE)
Tel: +49 221 925729 0
Fax: +49 221 925729 6
info@lempertz.com
http://www.lempertz....
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-13h + 14-17.30h, Sa 10-13h

Bilder


Ernst Wilhelm Nay Blaue Scheiben. 1954 Öl auf Leinwand, 90,4 x 125 cm Schätzpreis: € 70.000 – 80.000,- Ergebnis: € 116.000,-

Das Kunsthaus Lempertz, im Jahre 1845 in Köln gegründet, ist eines der führenden Kunstauktionshäuser Europas und das älteste der Welt in Familienbesitz. Begonnen hat die Geschichte des Hauses mit der Versteigerung von Büchern im Jahre 1845 in der von Mathias Lempertz in Bonn gegründeten Filiale. 1875 kauft Peter Hanstein die renommierte Firma und verlagert das Auktionsgeschäft sukzessive nach Köln. 1917 wird das klassizistische Haus Fastenrath am Neumarkt erworben. Wie die gesamte Kölner Innenstadt wird das Gebäude 1943 von Bomben zerstört. Nach der Währungsreform gelingt es Lempertz erneut, sich als führendes deutsches Kunst- und Auktionshaus zu profilieren. Sichtbarer Ausdruck ist das 1952 vollendete, heute unter Denkmalschutz stehende Geschäftshaus am Neumarkt. 1

 

1953-1957 finden hier die ersten Ausstellungen des Römisch-Germanischen Museums und des Wallraf-Richartz-Museums statt. 1965 wird die Galerie Lempertz Contempora gegründet, ein Ausstellungsforum für zeitgenössische Kunst. 1984 ergänzt Lempertz das Programm durch eine Beteiligung an dem Antiquariat Venator. Der Name wird in Venator & Hanstein geändert. 

 

Seit Anfang des Jahres 2000 ist das Kunsthaus Lempertz als einziges deutsches Auktionshaus Mitglied der 1993 gegründeten renommierten Gruppe International Auctioneers (IA AG), die weltumspannend acht führende unabhängige Auktionshäuser aus acht Ländern vereint. 

Headquarter Neumarkt, Cologne


Wichtige aktuelle Auktion: Sammlung Vogel

1965 wird ein erstes Auslandsbüro in New York eröffnet. Inzwischen gibt es weitere Repräsentanzen in Tokyo, Shanghai, Zürich und in São Paulo. 1985 wird in Brüssel eine Dependance wiedereröffnet, die sowohl die Vorbereitung und Durchführung von Versteigerungen organisiert als auch Vorbesichtigungen für die in Köln abgehaltenen Auktionen durchführt. In Deutschland unterhält Lempertz Filialen in Berlin und München, wobei in der Berliner Dependance regelmäßig die Berlin Auktion im Mai, die Design-Versteigerung im selben Monat sowie Vorbesichtigungen und eigene Ausstellungen stattfinden. Die Experten in den Repräsentanzen und im Kölner Stammhaus stehen Ihnen im Rahmen der Einlieferungen jederzeit gerne mit unverbindlicher Beratung und Begutachtung von Kunstwerken zur Verfügung. 

Profil 

Ausgewiesen kompetente Mitarbeiter mit profunder Kenntnis des Kunstmarktes erstellen reich bebilderte Kataloge mit kunsthistorischem Anspruch. Die Beratung der Kunden und die Begutachtung von Kunstwerken ist geprägt von großer Erfahrung und Kennerschaft. Unsere in über 150 Jahren erworbene Kompetenz, Expertise und Erfahrung im Umgang mit Kunstwerken und internationalen Märkten haben zu einer Fülle nationaler und internationaler Rekordpreise geführt. Zahlreiche Gemälde, Plastiken sowie Objekte des Kunstgewerbes sind von Museen und bedeutenden Privatsammlungen auf allen Kontinenten erworben worden und gehören seither zum Kernbestand dieser Sammlungen. 

Seit Anfang des Jahres 2000 ist das Kunsthaus Lempertz als einziges deutsches Auktionshaus Mitglied der 1993 gegründeten renommierten Gruppe International Auctioneers (IA), die weltumspannend acht führende unabhängige Auktionshäuser aus acht Ländern vereint. Dies ermöglicht eine fortschreitende Internationalisierung und Konzentration des Angebots. Die Partnerschaft in der viertgrößten Auktionsgruppe der Welt mit einem Umsatz von über US$ 400 Millionen hat Lempertz beträchtlichen Auftrieb gegeben.
 


Sechs Fragen an Prof. Hendrik Hanstein, Inhaber des Kunsthaus Lempertz, Köln

1. Kann sich ein Investment in Kunst lohnen wie eine Aktienanlage?

Hanstein: Die Investition in Kunst ist ebenso gut wie die in Aktien und bietet darüber hinaus noch den Vorteil, daß die Rendite steuerfrei ist.

2. Wie sicher ist eine Investition in Kunst?

Hanstein: Das weltweit zunehmende Interesse für Kunst stößt auf einen verknappenden Markt, besonders bei Alten Meistern. Das führt automatisch langfristig zu einer Wertsteigerungsgarantie.

3. Die Kunstproduktion ist derzeit enorm groß, wird dadurch nicht die Nachfrage überstrapaziert?

Hanstein: Jedes Bild, das in ein Museum oder in eine öffentliche Stiftung geht, verkürzt auf Dauer das Marktangebot.

4. Derzeit wird viel über die Schutzfunktion von Sachwerten vor Inflation geredet. Die Preise von Spitzenwerken erreichen astronomische Höhen. Kann Kunst als Krisenschutz dienen?

Hanstein: Aussagen, daß die Investition in Kunst, die neben dem Kunstinteresse stehen sollte und nicht darüber, vornehmlich bei sechs- und siebenstelligen Objekten lohnend sei, halte ich für Unfug. Alle Krisenzeiten haben immer wieder bewiesen, dass sehr teure Einzelwerke dann auch entsprechend weniger Käufer finden, die über solche Summen verfügen können. Vielmehr glaube ich, daß auch im mittleren fünfstelligen und niedrigeren sechsstelligem Bereich solche Investitionen sehr interessant sein können. Es gibt in diesem Bereich einfach weltweit mehr Kunden, die sich dies erlauben können.

5. Ist zeitgenössische Kunst derzeit überbewertet im Vergleich zu Alten Meistern?

Hanstein: Mir erscheint gerade die Investition in Alte Meister im Preisvergleich zur Zeitgenössischen Kunst sehr interessant und wir können auch schon beobachten, dass einige sehr namhafte Sammler für Zeitgenössische Kunst hier und da aus ästhetischen und finanziellen Gründen ein Interesse für frühe Tafelbilder zeigen.

6. Im den letzten zehn Jahren ist das Interesse an zeitgenössischer Kunst explodiert – warum also jetzt auf Alte Meister setzen?

Hanstein: Um so älter die Bilder, um so mehr Distanz, um so mehr Sicherheit und um so mehr Vergleichsmöglichkeiten haben wir. Nicht vergessen sollte man unbedingt, die bis heute noch nicht genügend bekannte UNESCO-Konvention, die seit 2008 in über hundert Ländern der Welt gilt. Sie besagt, daß die Ausfuhr von Kunst in Drittländer, wie zum Beispiel von der EU in die Schweiz oder in die USA, die älter als fünfzig Jahre und bei Gemälden teurer als hundertfünfzigtausend Euro ist, einer Genehmigung des zuständigen Kultusministeriums bedarf.
Das heißt, der Markt innerhalb der europäischen Union ist durch den Wegfall der Binnengrenzen weitaus größer und unkomplizierter geworden, aber die Grenzen der EU sind für die Ein- und Ausfuhr von Kunst höher geworden. Dies wird von den Zollbehörden in die Schweiz oder die USA oder in weitere Drittländer zunehmend ernster genommen –unbedingt die Kaufrechnungen aufheben.