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Kunstverein Braunschweig


Haus Salve Hospes, Vorderansicht, Foto: Thomas Müller

Kontaktinfos

Galerie Kunstverein Braunschweig
Lessingplatz 12
38100 Braunschweig (DE)
Tel: +49 531 49556
Fax: +49 531 124737
info@kunstverein-bs.de
www.kunstverein-bs.de
Öffnungszeiten:
Tu-Su 11-17h, Th -20h

Bilder


Vague Memories, C-Print, 44 x 34 cm, 2010, Courtesy Jochen Schmith
Eine seiner Glanzzeiten hatte dieser Kunstverein im Norden Deutschlands zweifellos, als Karola Kraus noch Karola Grässlin hiess und diese Institution geprägt hat - seit Mitte 2007 leitet sie die Kunsthalle Baden-Baden. In ihrer Ägide wurde der Weg für so manche Künstlerkarriere geebnet: So präsentierte der Kunstverein Braunschweig relativ früh in Soloshows Künstlerinnen wie zum Beispiel Ulla von Brandenburg, Amelie von Wulffen, Judith Hopf, Rachel Khedoori und Paulina Olowska oder Künstler wie Bas Jan Ader, Kai Althoff, Michael Beutler, Christopher Williams, Vincent Tavenne oder Kalin Lindena. Alle geniessen heute eine große Aufmerksamkeit im Kunstbetrieb. Hilke Wagner, die Nachfolgerin in der künstlerischen Leitung, knüpft an das erfolgreiche Konzept von Karola Kraus an. Für Sammler und Kunstinteressierte ist der Kunstverein Braunschweig seit Jahren wegen seiner oft herausragenden Jahresgaben eine feste Anlaufadresse.


Konzeption des Kunstvereins:
Der Kunstverein Braunschweig, gegründet im Jahr 1832, gehört heute zu den bedeutendsten Kunstvereinen Deutschlands. In jährlich vier Einzel- oder Gruppenausstellungen präsentiert der Kunstverein bedeutende Positionen internationaler Gegenwartskunst.
Die Förderung junger Positionen im Diskurs zeitgenössischer Kunst ist sein vorrangiges Ziel. Der Kunstverein Braunschweig versteht sich als lebendiger Ort des Austausches und Dialogs. Die Vermittlung des Potenzials zeitgenössischer Kunstproduktion ist uns ein Hauptanliegen, dem wir über die Publikation von Ausstellungskatalogen, über Vortragsreihen, Künstlergespräche und Führungen entsprechen.
Im Jahr 1996 wurde zusätzlich die Remise als Ausstellungsraum eröffnet. Als Experimentierfeld ist dieser Raum eine Plattform für junge künstlerische Positionen und kuratorische Projekte.

Villa Salve Hospes
Der Kunstverein Braunschweig wurde 1832 als einer der ersten Kunstvereine Deutschlands gegründet. Seit 1946 residiert er am Lessingplatz in der Villa Salve Hospes, die 1805 bis 1808 von dem Architekten Peter Joseph Krahe als privater Wohnsitz eines Kaufmannes in klassizistischem Stil erbaut wurde. In ihrer klaren, einfachen Raumkonzeption knüpft sie an die große Tradition venezianischer Villen der Renaissance an und hat die Villa Rotunda in Vincenza von Andrea Palladio als konkretes Vorbild.
Die innere Raumkonzeption basiert auf einer zentralen Raumfolge und den sich daraus ergebenden vertikalen und horizontalen Blickachsen. Das prägende Merkmal des Hauses ist die Haupteingangsachse mit ihrem landschaftlichen Bezug zum Park. Von der Eingangsrotunde aus öffnet sich ein großzügiger rechteckiger Raum, der durch drei große Fenstertüren den Blick über eine erhöhte Terrasse in die Landschaft freigibt. Gleichzeitig eröffnet die Rotunde die Nebenachsen zur linken und rechten Seite, die den Rundgang durch das Haus ermöglichen. Die Rotunde ist dabei zentraler Ausgangs- und Endpunkt dieser Raumachsen. Auf zwei Etagen stehen knapp 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Im Sommer 1999 ist die untere Etage der Villa Salve Hospes mit großzügiger Unterstützung der Stadt Braunschweig und des Braunschweiger Vereinigten Kloster- und Studienfonds renoviert worden. In diesem Zuge wurde der österreichische Künstler Heimo Zobernig eingeladen, den Empfangsbereich der Rotunde zu gestalten und ein Café einzurichten. Zu dieser permanenten Installation gehört der Leuchter des in Köln lebenden Künstlers Joseph Zehrer.