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Museum für Angewandte Kunst Frankfurt: Neueröffnung am 26. April 2013


Das Museum als Möglichkeitsraum: Neukonzeption 2013

Kontaktinfos

Galerie Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt (DE)
Tel: +49 69 21234037
Fax: +49 69 21230703
info.angewandte-kuns...
www.angewandtekunst-...
Öffnungszeiten:
Tu-Su 10-17h, We -21h

Bilder


Ab April 2013 zeigt das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt sein neues Gesicht. Nach Plänen des neuen Direktors Matthias Wagner K wird es zum Möglichkeitsraum, zum Ort für sinnliche Denk- und Erfahrungsräume, für Prozesse, Forschung, Aus- und Verhandlungen.

Die neue Präsentation löst sich von der herkömmlichen strikten Einteilung nach Stilepochen und Geografien und setzt stattdessen auf temporäre thematische Raummodule, innerhalb derer eine schier endlose Fülle an Ausstellungsereignissen erarbeitet werden kann. Dafür wurden mit Blick auf den äußerst heterogenen Sammlungsbestand 12 übergeordnete Themenfelder entwickelt, die es erlauben, den Dingen von gestern im Heute eine Bedeutung zu geben, das Vorhandene und Leihgaben in unterschiedlichster Kontextualisierung zu präsentieren. Zudem werden die Themen Mode, Körper, Performatives und Design stärker in den Vordergrund gerückt und vermehrt Bezüge zur Alltagswirklichkeit der Besucher hergestellt.

Ausgangspunkt der Neugestaltung bildet die radikale und zugleich sorgfältige Sanierung der Innenräume des 1985 nach Plänen des Stararchitekten Richard Meier errichteten Museumsgebäudes, die den Rückbau sämtlicher Verbauungen hin zum Originalzustand der neomodernen Architektur Meiers zum Ziel hat. Um die so wiederhergestellte Transparenz des Gebäudes, seine wieder geöffneten Sichtachsen und möglichen Blicke in den Außenraum beibehalten zu können und dennoch den Ausstellungsobjekten angemessenen Lichtschutz zu gewähren, wird anschließend eine flexible Raum-in-Raum-Architektur zur Präsentation der Exponate installiert, während die eigentliche Architektur des Gebäudes unangetastet bleibt.

Bevor die neuen Ausstellungen aufgebaut werden, öffnet sich das komplett leere Haus – „The Empty House“ – vom 7. bis 10. März 2013 für Besucher und bietet die historisch wohl einmalige Möglichkeit, das Gebäude in seiner reinen Form zu erleben, ergänzt durch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm rund um die Architektur Richard Meiers.

Mit dem Architekten Thibaut de Ruyter wurde ein neues Präsentations- und Raumkonzept für das Museum entwickelt, das anstelle der bisherigen, die ursprünglich lichtdurchfluteten Räume stark fragmentierenden Vitrinenlandschaften und Einbauten ein universell anwendbares Wandsystem vorsieht. Hergeleitet von den im Gebäude immer wiederkehrenden Proportionen, Maßen und Raumvorgaben, lassen sich unterschiedlich große, je nach Bedarf mehr oder weniger abgeschlossene Raumkonstellationen errichten. Die dafür entwickelten, nicht fest verankerten Hohlwände dienen mit variablen Öffnungen zugleich als Vitrinen und Lichtschutz für die empfindlichen Exponate. Einige von ihnen erlauben in ihrem Inneren die Einrichtung von Schaudepots, die als Teil eines neuen Vermittlungsprogramms zu verschiedenen Anlässen den Besuchern geöffnet werden können.