Die israelische Videokünstlerin Yael Bartana wurde erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt durch Einzelausstellungen im Museum St. Gallen (2006) und im Fridericianum in Kassel (2006). Seitdem ist ihre Aufmerksamkeit im internationalen Ausstellungsbetrieb sprunghaft gestiegen. Neben zahlreichen Gruppenausstellung - so auf der documenta 12 - wurde ihr inzwischen recht umfangreiches Oeuvre u.a. im CCA Tel Aviv, Power Plant, Toronto und im P.S.1 in New York gezeigt. Derzeit ist ihre Arbeit in der Galerie Anette Gelink in Amsterdam sowie am 27.2. in der Tate Modern in London zu sehen.

Yael Bartana, A Declaration 2006, © courtesy the artist
Die israelische Künstlerin Yael Bartana (geb. 1970) nimmt gegenüber ihrem Heimatland die Position einer distanziert-kritischen Beobachterin ein. Ihr Interesse richtet sich – so die Künstlerin – auf die Mechanismen eines Staates, der eine Ideologie festschreibt und das Individuum, das diese anwendet. Bartanas Videoarbeiten befragen in beeindruckenden Aufnahmen die Konstitution der nationalen und kulturellen Identität Israels, insbesondere anhand seiner Rituale und Repräsentationen, wie der allgegenwärtigen Militarisierung als Teil des Selbstverständnisses des Landes, und enthüllen tiefer liegende Bedeutungen alltäglicher Begebenheiten, religiöser oder sozialer Herkunft, bezogen auf den israelischen Kontext, aber auch übertragbar auf andere Zusammenhänge. (Kunsthalle Fridericianum, Kassel)






