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Upcoming Artist

Jochen Lempert, Hamburg

Jochen Lempert, 2010. Installation view of The Front Room, Contemporary Art Museum St. Louis. Photo by Lynna Borden. (Detail)

Konzeptkunst liegt wieder im Trend, das gilt auch für Jochen Lempert, der gerade mit  einer Soloshow im Contemporary Art Museum St. Louis (bis 18.4.) gefeiert wird. Nur eine knappe Woche später würdigt das Museum Ludwig in Köln den Fotokünstler in einer groß angelegten Einzelausstellung - quasi zum Start der Art Cologne am 23.4. Im Ranking von  Art Report macht Lempert deshalb einen großen Sprung nach vorn und könnte 2010 sogar den Top 100 nahe kommen.
Parallel zur Eröffnung der Soloshow im Museum Ludwig in Köln startet die Kunstmesse Art Cologne mit ihren besonders innovativen Teilen New Positions, New Contemporaries und Openspace.


Welche Ausstellngen gerade in Köln im Gange sind, können Sie am schnellsten hier übersehen mit Bildern oder ohne Bilder,


Profil:
Der 1958 geborene und in Hamburg lebende Künstler Jochen Lempert arbeitet seit den 1990er Jahren mit der Kennerschaft eines ausgebildeten Biologen, dem Blick eines Fotografen und den Verfahren eines Wissenschaftlers. Auf 500 qm Ausstellungsfläche wird nun Jochen Lempert s Werk der letzten 15 Jahre vorgestellt. Seine Fotografien sind der Natur- und Tierwelt gewidmet. In seinen frühen Arbeiten untersucht Lempert, wie die Tierwelt im Spannungsfeld von Natur und Kultur anthropomorph gedeutet oder industriell genutzt wird, und zeigt, wie sie sich unbeobachtet im urbanen Raum neue Nischen erobert.
Die am frühesten begonnene und noch nicht abgeschlossene Werkgruppe von Fotografien „The Skins of Alca impennis" zeigt zum Beispiel den bereits Ende des 19. Jahrhunderts ausgestorbenen Riesenalk. Auf seinen Reisen sucht Lempert die achtzig verbliebenen, ausgestopften Exemplare in Naturkundemuseen auf, um seine Porträtreihe des markanten Vogels schrittweise zu vervollständigen. Lemperts „Morphologische Studien" wiederum gehen den Ähnlichkeiten von Mensch und Tierwelt in häufig assoziativ begründeten Ordnungen nach. Das Interesse seiner jüngsten Werkgruppen ist auf Formationen, Muster und Strukturen gerichtet, deren aleatorische Kraft in Vogelschwärmen, Wasserstrukturen und Wolkenformationen zu finden ist.
Die schwarz-weißen analogen Fotografien sind auf dickem Fotopapier abgezogen, so dass ihre Materialität in einer Hängung betont ist, die auf die Räume abgestimmt ist. Teil der Ausstellung werden auch Arbeiten sein, die 2009 während Lemperts Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom entstanden sind. Zu ihnen gehört neben Fotogrammen, auf denen Insekten und Reptilien ihre Spuren hinterlassen haben, auch eine Fotoserie des aktiven Vulkans Stromboli: Eine schwarze Wolke steigt auf und verfliegt, bis der helle Horizont gegen den dunklen Vordergrund und den rauch-geschwärzten Himmel zu sehen ist - ein Motiv, das Anlass sein könnte, mit Lemperts jüngstem Werk seine frühen Arbeiten neu zu entdecken. (Museum Ludwig, Köln)

 

Stetig steigende Aufmerksamkeit, gemessen durch Art Report

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