Die in Berlin lebende Künstlerin Alicja Kwade, 1979 im polnischen Kattowitz geboren, hat in den letzten Jahren eine Aufsehen erregende Karriere hingelegt. Der Durchbruch gelang ihr 2008 mit der ersten Soloshow in einem bedeutenden Museum, hier dem Hamburger Bahnhof Berlin Seitdem ist Kwade im nationalen Ausstellungsbetrieb bestens präsent, so zum Beispiel in diesem Jahr mit einer Einzelausstellung in der Kestner Gesellschaft Hannover (9.04.10 bis 24.05.10). International besteht in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf.
Auch ihr Galerienetzwerk scheint ausbaufähig, wenn dazu auch schon so herausregende Namen wie Johann König Galerie in Berlin und Galleri Christina Wilson in Kopenhagen zählen.
Alicja’s Bruder Martin Kwade betreibt im übrigen einen sehr agilen Projektraum in Berlin, KWADRAT genannt.
Profil:
Die mit dem Piepenbrock Förderpreis ausgezeichnete Künstlerin Alicja Kwade arbeitet vielseitig und originell mit verschiedenen Medien (Installation, Skulptur, Fotografie, Video) und Materialien. Für ihre Objekte verwendet Alicja Kwade sowohl klassische Werkstoffe als auch verfremdete Gebrauchsgegenstände. Kohlebriketts werden zu Goldbarren, Kieselsteine zu Juwelen und Straßensteine zu Diamanten. Alicja Kwade stellt dabei Fragen nach Echtheit und Wertigkeit, Wahrnehmung und Klassifizierung. Immer wieder beschäftigt sie sich mit Fragen der Physik, wie etwa mit der Darstellung von Sichtbarem und Unsichtbarem, kombiniert in ihrer Kunst die Wissenschaft aber auch mit Poesie und Spiel. (Hamburger Bahnhof Berlin- Museum für Gegenwart)






