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Jennifer Tee: Blumen aus Amsterdam

Jennifer Tee im Interview anläßlich ihrer Soloshow im Camden Arts Center, London

Eine Unbekannte ist Jennifer Tee, 1973 im niederländischen Arnhem geboren, in der Szene längst nicht mehr, aber erst mit der Verleihung des Cobra Art Prize 2016 startete ihre Künstlerkarriere erst richtig durch. 2017 widmen sich gleich drei namhafte Institutionen ihrer Arbeit: Zu Jahresanfang das Rijksmuseum Amsterdam, dann das Camden Arts Center, London und ab Dezember der Bonner Kunstverein. Vertreten wird ihr Werk von der Galerie Fons Welters in Amsterdam.

Profil: Jennifer Tee arbeitet mit Skulptur, Installation, Performance und Collage in einem laufenden Dialog zwischen esoterischen Ideen und der Materialität von Objekten. Oft verarbeitet sie kulturelle Artefakte und Symbole, Tee paart verschiedene Anregungspunkte, um ein Zweigespräch zwischen östlichen Philosophien und westlicher Kultur zu initiieren.
Let it Come Down ist eine neue Arbeit aus seltenen, getrockneten schwarzen Tulpenblättern; das vergängliche Werk wird sich im Laufe der Zeit verwandeln und langsam im Tageslicht verblassen. Der Titel der Arbeit bezieht sich auf Ereignisse außerhalb der persönlichen Kontrolle, die auch Provokationen hervorrufen können. In direkter Interaktion tragen die neuen geometrischen handgestrickten Bodenarbeiten und keramischen Gefäße den Titel Resist. Sowohl als eigenständige Installation als auch als potenzielle Bühne antizipieren die Werke eine bevorstehende Reaktion. Um ihre Dualität zu betonen, schweben die Werke zwischen konkreter Form und ihrem innewohnenden Potenzial. Durch Lesungen und choreographierte Aufführungen werden die Werke während der gesamten Ausstellung aktiviert und der Akt des Widerstandes auf einer physischen und einer spirituellen Ebene erforscht. Jennifer Tee (b.1973, Arnhem) lebt und arbeitet in Amsterdam.
 

Im Wertungssystem von Art-Report erreicht Tee 2017 erstmals die 1000-Punkte-Marke.