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Upcoming Artist

Christian Jankowski

Christian Jankowski, And your bird can sing, 2008, guitar shaped CD-Player, unique guitar sound on CD (ca. 2min), permanently installed into it, 38 x 5,5 x 103 cm, Edition: 34, I, 4.000 €, Klosterfelde, Berlin

Den Künstler Christian Jankowski als Upcoming Artist zu beschreiben, könnte glatt als Understatement des Jahres durchgehen. Denn obwohl für das breitere Kunstpublikum immer noch weitgehend ein Unbekannter, wird Christian Jankowski seit Jahren von Insidern hoch geschätzt. Das belegt vor allem die wachsende Aufmerksamkeit, die der Allrounder seit Jahren im Kunstbetrieb auf sich gezogen hat. 1999 fiel er erstmals auf der Biennale von Venedig auf. Durch mehrere Soloshows – so in der Kunsthalle Wien und im MIT List Visual Arts Center in Cambridge/US – tauchte er dann 2005 erstmals unter den Top-100 im Art-Report-Ranking auf, wo er sich seitdem mehr oder weniger behaupten kann. 2009 ist Jankowski sogar auf Platz 29 aufstiegen. Er ist also wahrlich kein Unbekannter, eher ein Artist - Artist oder Künstler - Künstler, wie man in der Szene Kunstschaffende nennt, die vor allem von Kollegen hoch eingeschätzt werden, weniger vom Kunstmarkt oder von Auktionatoren.

Vor allem den hintergründigen Humor, der fast alle seine Projekte und Installationen durchzieht, schätzen Kenner. Er „gilt als subversiver Humorist der Kunst, der sich treuherzig in Unterhaltungsindustrie und Kunstbetrieb einschleust, um danach die Rolle von Kunst, Politik, Unterhaltung und globalen Vermarktungsstrategien gründlich zu hinterfragen, so die Bawag Foundation, Wien, anlässlich ihrer Einzelausstellung im Frühjahr 2009 – also quasi ein Günter Wallraff der Kunstszene. „Der notorische Medien- und Kunstprovokateur durchleuchtet sozusagen den Betrieb,“, so die Bawag weiter, „indem er ihn sich aneignet. Fortgesetzt sucht er hinter Klischee, Kitsch und Konvention den authentischen Ausdruck, im Falschen das Richtige, mit dem Risiko der totalen Selbstüberforderung, der Lächerlichkeit und des Scheiterns.“

Das Netzwerk Jankowskis könnte kaum besser sein: Seine Werke sind prominent in vielen wichtigen Sammlungen vertreten, darunter die Tate Britain in London, die Neue Nationalgalerie in Berlin oder die Sammlung Falkenberg in Hamburg. Als Künstler wird er von einflussreichen Galerien im Kunstbetrieb vertreten, so etwa von Lisson Gallery in London, maccarone in New York, Klosterfelde in Berlin oder Gio Marconi in Mailand oder Meyer Kainer in Wien.

Christian Jankowski, Strip the Auctioneer, 2009, Fotografie, sign./num., 40 x 50cm; Auflage 12 + 2EA, 350€, Mitglieder 290€, Naussauischer Kunstverein

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