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Jorinde Voigt, Berlin

Monat: 
07/2010

Jorinde Voigt, Symphonic Area Var. 6, 2009, Tinte, Bleistift auf Papier, 80 x 180 cm, Courtesy Klüser 2 Galerie

Jetzt steht sie sogar auf der Shortlist für den "Future Generation Art Prize 2010" der russischen Victor Pinchuk Foundation for Contemporary Art, dem weltweit höchstdodierten Preis für junge zeitgenössische Kunst.

Die Karriere der Berliner Künstlerin Jorinde Voigt, *1977, hätte kaum steiler verlaufen können. Seit 2006 steigt die Aufmerksamkeit im Kunstbetrieb an Jorinde Voigt dynamisch. Der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden und der Heidelberger Kunstverein widmeten ihr seitdem Soloshows. Auch ihr Galerienetzwerk sieht inzwischen ziemlich komplett aus, es fehlt noch die ein oder andere namhafte Galerie aus London oder New York. In Deutschland wird Voigt von Fahnemann Projects und Klosterfelde, Berlin, Galerie Christian Lethert, Köln und Klüser 2 Galerie, München vertreten.

Profil:

Die Ordnungssysteme der in Berlin lebenden Künstlerin Jorinde Voigt erinnern im Grad ihrer Abstraktion, sowie in ihrer Ruhe und Konzentration, an diagrammatischen Zeichnungen, Tabellen und diagonale Linien aus der Minimal Art, etwa Arbeiten Hanne Darbovens. Und dennoch gibt es hier einen maßgeblichen Unterschied, der fast einen historisch paradigmatischen Charakter hat. Zwar funktionieren sowohl Voigts, als auch Darbovens Systeme wie numerische Konzepte, die als Progressionen oder Reduktionen, wie musikalische Themen mit Variationen und Permutationen spielen. Beide Systeme verwenden serielle Darstellungsmethoden und drücken somit die Erkenntnis aus, dass ihr numerisches Konzept ad infinitum ausgedehnt werden kann. Dem Chaos des Möglichen begegnen beide mit einer Ordnung, die für sie zur täglichen, streng reglementierten Routine wird. Voigts Arbeiten liegt die Überzeugung zugrunde, dass alles was ist, immer ein Prozess, nie ein Resultat, von Spannungen, Ungleichgewichten und Disseminationen ist. Es gibt kein Sein, welches sich innerhalb des Ablaufs von Geschichte manifestiert, sondern vielmehr eine von Geräuschen ewig angefüllte Stille, in die Strukturelemente entstehen und vergehen. Unsere sinnliche Wahrnehmung und deren phantasmatische Aufladung, das mentale Bild und dessen Abstraktion, sind die Bausteine dessen, was wir Wirklichkeit nennen. (Quelle: Galerie Christian Lethert, Köln, Adina Popescu, Berlin)

Seit 2006 steigt die Aufmerksamkeit im Kunstbetrieb an Jorinde Voigt an.

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