Profil:
Mitten im Raum steht eine Stellwand, dahinter liegen eine gelbe Matte und Bücher. Rote und Gelbe transparente Platten sind eingefügt in ein horizontales Raster aus Aluminiumprofilen. Die Wand besteht aus zwei Schichten. Man fühlt sich an Design oder Minimalart erinnert. „Discussionisland“ heißt die Arbeit des englischen Künstlers Liam Gillick. Ein andere ist als „Think Tank“ betitelt. Zwei rechteckige offene Boxen sind aneinander gefügt, drei Seiten bestehen aus transparentem braunen Plexiglas, die vierte aus Milchglas. Andere Skulpturen aus den gleichen Materialien tauchen in Ausstellungen als „Platform“ auf. Die Titel formen allmählich zusammen einen zeitgemäßen Plot über Begriffe der Kommunikationstheorie. Dahinter verbirgt sich tatsächlich ein Drehbuch mit dem Titel „DISCUSSIONISLAND: BIG CONFERENCE CENTER“. Wie die Begriffe schon verraten dreht sich das Interesse Gillicks um räumliche, architektonische und gesellschaftliche Themen. Seine Skulpturen sollen immer ‚nutzbar’ und ortsspezifisch sein. So ähnlich sich die Installationen in aller Welt sind, immer greift der Künstler auf vor Ort erhältliche Materialien im Baumarkt zurück. Die Skulpturen sind Teil der Versuche, Netzwerke zu konstruieren, sei es zwischen den Figuren seiner Bücher oder zwischen den Besuchern einer seiner Ausstellungen. Liam Gillick (*1964 in Aylesbury) lebt in London und New York.







