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Tipp des Monats

Jürgen Klauke: Neue Edition für 1400 €

Es ist beeindruckend, was für ein Werk Jürgen Klauke geschaffen hat“, urteilt Anita Beckers, die den Fotokünstler seit vielen Jahren begleitet und in ihrer Galerie ausgestellt hat, „und gleichzeitig unglaublich, wie gering er bislang auf dem Kunstmarkt eingeschätzt wird“.
Anläßlich der Ausstellung im Museum der Moderne, Salzburg hat die Innsbrucker Galerie Elisabeth & Klaus Thoman eine neue Arbeit Klaukes editiert. Sie kostet bis 31.10. 2010 nur 1.400 €

Jürgen Klauke: Attraktiver Attraktor 2006/2010, Lambdaprint, 50 x 60 cm, Auflage 30 + 5 AP, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Edition 2010, in Kooperation mit EIKON, Subskriptionspreis: € 1.400,-

In der Tat weisen einschlägige Datenbanken als bisher höchstes Ergebnis in einer Auktion die für die frühen 90er Jahre typische dreiteilige Fotoarbeit „Fremdsuggestion“ aus, die bei Lempertz in Köln im Jahre 2006 gerade mal 41.000 Euro plus Auktionsgebühren gekostet hat. Und in Datenbanken kann man ebenfalls recherchieren, dass von elf bisher in diesem Jahr in Auktionen angebotenen Arbeiten Klauke’s gerade mal eine zugeschlagen wurde. Gleichzeitig erzielte Fotokunst von deutlich weniger bedeutenden Zeitgenossen fünf- bis sechsstellige Preise. 
Allerdings könnte die Phase starker Unterbewertung des Werks Jürgen Klauke’s auf dem Kunstmarkt bald zu Ende gehen. Darauf lässt unter anderem die gesteigerte Aufmerksamkeit schließen, die der Fotokünstler schon im Vorfeld seines 70. Geburtstags derzeit genießt. Aktuell ist in erster Linie seine Einnzelausstellung „Ästhetische Paranoia“ im ZKM in Karlsruhe zu nennen, die am 3. Oktober schließt und danach im Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg gezeigt wird.

Profil:

Der Körper ist seine Bühne: Ein Mensch kann nahezu beliebig viele Erscheinungsformen frei wählen, bewusst entscheiden, wie er oder sie auftritt und was dieser Auftritt impliziert. Dieses Spiel mit der eigenen (sexuellen) Identität, die sich über den Körper und die individuelle Inszenierung äußert, hat der 1943 in Kliding bei Cochem an der Mosel geborene Jürgen Klauke als erster in den künstlerischen Diskurs eingeführt. „Der in Köln lebende Künstler hat im Bereich der Body Art und der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich normierten Geschlechter-Identitäten und sozialen Verhaltensmustern Wegweisendes in der Kunst geleistet“, resümiert zum Beispiel das Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg anlässlich der Ende Oktober zu eröffnenden Soloshow Klauke’s.

Im Vorfeld des 70. Geburtstags steigt die Aufmerksamkeit von Jürgen Klauke im Kunstbetrieb nachhaltig