Es waren schon aufregende Zeiten, als der Vice-Versand in den 70er Jahren die „Intuition Box“ von Joseph Beuys für rund 10 Euro unter die Leute brachte, oder die Edition Schellmann das „Erdtelephon“ für rd. 300 Euro. Am Höhepunkt des Booms auf dem Kunstmarkt brachte die zuerst genannte Holzkiste locker 1.000 Euro, das auf Filz gedruckte Erdtelephon 10.000 Euro und mehr. Der Grund: Die Bedeutung des 1986 verstorbenen Joseph Beuys für die folgenden Generationen wird der Kunstwelt weltweit zunehmend bewusster. Und in Relation zu vergleichbaren Arbeiten von Andy Warhol waren Grafiken und Multiples des Großmeisters vom Rhein immer schon unterbewertet.
Zu den führenden Editeuren von Joseph Beuys zählte damals die schon erwähnte Edition Schellmann, München, mit hochwertigen Multiples und grafischen Blättern in kleineren Auflagen zu Preisen ab 1.000 Mark. Klaus Staeck aus Heidelberg, der mit Beuys befreundet war, brachte die Kunst des Düsseldorfers oft zu kleinen Preisen und hohen Auflagen unter die Leute, darunter auch die berühmte „3-Tonnen-Edition“ in einer Auflage von 500 signierten Folien. Manche Blätter daraus werden auch heute noch für 600 Euro von Staeck angeboten, siehe Edition Staeck. Darüber hinaus bietet er eine Fülle von Papierarbeiten zu erschwinglichen Preisen an.
Zu fairen Preisen gibt außerdem das Mönchehaus Museum in Goslar grafische Arbeiten von Beuys, Balkenhol oder Baselitz ab.
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