Die Kunst von Anja Schrey kreist um Vorstellungen und Phantasien von weiblicher Identität. In den vergangenen fünf Jahren hat sich Anja Schrey - neben gelegentlichen Performances - auf überlebensgroße Selbstporträts in der Technik der Buntstiftzeichnung konzentriert. Mit feinen Parallelverläufen und Schraffuren entstehen in akribischer Genauigkeit faszinierende, in ihrer Vereinzelung fremd wirkende Figuren vor weißem Grund. (Mönchehaus Museum)
Anja Schrey wird mit dem mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis ausgezeichnet. Mit ihr, so die Jury, werde eine Künstlerin geehrt, die „durch ihren Facettenreichtum Vorbildfunktion für eine nachwachsende Generation" einnimmt. Und weiter: „Das Gesamtwerk von Schrey ist von seiner komplexen Analyse unserer visuellen Alltagskultur geprägt. Ausgehend von detaillierten Studien über Stofflichkeit und Absurdität alltäglicher Objekte, wie zum Beispiel Taschentücher, Vorgärten oder bürgerlicher Interieurs, entwickelt sie in der jüngsten Zeit großformatige Buntstiftzeichnungen von Einzelpersonen oder Paaren. Immer wieder thematisiert sie dabei in Nahsicht nicht nur die menschliche Figur, sondern auch ihr eigenes Abbild. Die Frage des Konterfeis, seiner Materialität und Performance, stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Die jüngste Serie der Hände zeigt das malerische Werkzeug an sich.“







