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Tipp des Monats

Kostbares Hemd zum Sonderpreis

Der Künstler Thomas Bayrle hat schon im Vorfeld seines 70. Geburtstags (2007)  im Kunst betrieb, jetzt  72, verstärkt Aufmerksamkeit genossen. Das Jahr 2009 brachte dann den Durchbruch für den lange Zeit nur unter Kennern beachteten Künstler, der an der Frankfurter Städelschule ganze Generationen heute etablierter Artisten unterrichtet hat. Berühmt geworden ist Bayerle durch serielle Bildmotive von Alltagsgegenständen. Das ist auch die Grundlage seiner Arbeit "Tassen/Tassen 1968/2008", die das Magazin Texte zur Kunst im Rahmen einer Weihnachtsaktion bis 31.12. mit 20 % Rabatt auf den Normalpreis von 245 Euro anbietet.

Verwebte Tassen von Thomas Bayrle: Hemd in den Größen XS, S, M, L und XL, Auflage 100 + 10. Jedem Exemplar ist ein Label eingenäht und ein signiertes und nummeriertes Zertifikat beigefügt. Normalpreis: 245 Euro plus Versandkosten.

Der Künstler Thomas Bayrle hat in den letzten vier Jahrzehnten, in denen er von 1975 bis 2002 als Professor an der Städelschule in Frankfurt am Main tätig war, ein umfangreiches Werk an Grafiken, Siebdrucken, Textilien, Tapeten, Objekten und Filmen hervorgebracht, dessen zentrales Prinzip in der Serialität einzelner Motive zu suchen ist. Massenproduktion und Akkumulation sind die leitenden Topoi von Bayrles Arbeiten. Zumeist werden identische Formen und Piktogramme wie Tassen, Dosen oder Schuhe zu Bildkörpern zusammengesetzt. Aus der Addition der immer gleichen – zumindest aber ähnlichen – Motive entwickelt Bayrle seine sogenannten „Superformen“, deren einzelne Elemente der Gesamtkomposition jedoch nicht hierarchisch untergeordnet sind, um so Allegorien des gesellschaftlichen Verhältnisses von Individualität und Kollektivität zu kreieren. Für „Texte zur Kunst" hat Thomas Bayrle aus einem von ihm eigens entworfenen Stoff, in den ein von ihm entwickeltes Tassenmotiv aus dem Jahr 1968 eingewoben wurde, ein Hemd vom Modelabel clemens en august produzieren lassen. Diese Übertragung seiner seriellen Motive auf Kleidungsstücke hat Bayrle seit den sechziger Jahren immer wieder vorgenommen, etwa auf Regenmäntel, Röcken, Hosen, Mäntel. Für Bayrle, der eine Ausbildung zum Weber absolvierte, stellen Stoffe selbst serielle Strukturen dar, die sich durch die rechtwinklige Verkreuzung von Kette und Schuss ergeben. Sie fungieren so als Metapher der grundlegenden Textur sozialer Gefüge, wie sie seine künstlerische Arbeit kontinuierlich antreiben. (Texte zur Kunst)

Stark steigende Aufmerksamkeit seit 2006 (AR-Punkte)