Profil
Carolyn Christov-Bakargiev (* 2. Dezember 1957 in Ridgewood, New Jersey, USA) ist eine amerikanische Autorin, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie ist Direktorin des Kunstmuseums Museo di Arte Contemporanea di Torino im Castello di Rivoli in Turin.
Inhaltsverzeichnis
Christov-Bakargiev wuchs in Washington D. C. in einem von der Idee sozialer Gerechtigkeit geprägten Elternhaus auf. Ihre Eltern hatten sich vor ihrer Emigration in Turin kennen gelernt. Ihr Vater war ein Arzt, der aus Bulgarien nach Italien geflohen war, ihre Mutter war eine italienische Archäologin. Die elterliche Wohnung war zur Zeit des Vietnamkriegs Treffpunkt der Kriegsgegner. Sie studierte in Pisa Literatur und Kunstgeschichte. 1981 schloss sie ihr Studium erfolgreich mit einer Arbeit über das Verhältnis zwischen amerikanischer Malerei und Poesie der 1950er Jahre ab. Anschließend zog sie nach Rom und begann, Kunstkritiken für Tageszeitungen zu schreiben. Ihr Interesse galt vornehmlich der klassischen Avantgarde und der zeitgenössischen Kunst. Ihre Betrachtungen zur italienischen Arte Povera hat sie 1999 in einem Buch vorgelegt. Nachdem sie lange Zeit als unabhängige Ausstellungsmacherin gearbeitet hatte, übernahm sie 1999 eine Stelle als Kuratorin am New Yorker P.S.1, einem Ableger des Museum of Modern Art. Christov-Bakargiev war als Kuratorin weltweit tätig, so im Jahr 2008 als Leiterin der Biennale of Sydney. Ihr gelang es, die Besucherzahlen der Biennale gegenüber 2006 um mehr als 37 % auf 435.000 zu erhöhen.
Am 3. Dezember 2008 wurde Christov-Bakargiev zur künstlerischen Leiterin der documenta 13 berufen, die vom 9. Juni bis zum 16. September 2012 in Kassel zu sehen sein wird. Sie wird nach Catherine David die zweite weibliche Kuratorin und als erste US-Amerikanerin Kuratorin der documenta sein.
(Auszug Wikipedia)
|
Kontaktinfos
Carolyn Christov-Bakargiev
Castello di Rivoli
Turin (USA)
|