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Kunsthalle Fridericianum

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Profil


Nicht ein Residenzschloss ließ sich Landgraf Friedrich II. am neu entstandenen Paradeplatz, dem Friedrichsplatz in Kassel, erbauen, sondern - und dies ganz im Sinne der Aufklärung - ein öffentliches Museum im klassizistischen Baustil.  Für die Entfaltung der Kunsthalle Fridericianum ist von besonderem Interesse, dass seit 1988 die Perioden zwischen der Weltausstellung für permanente und Wechselausstellungen genutzt wurden. In Kassel ging nun nicht mehr nach einer documenta -Ausstellung "das Licht aus" wie es Harald Szeemann noch 1972 skizzierte. Das Museum Fridericianum wurde zur Kunsthalle, deren Neuerscheinung von Veit Loers, dem ersten künstlerischen Leiter des Hauses, mit dessen Ausstellung Schlaf der Vernunft (1988) etabliert wurde. Der Titel war grandios gewählt, bedenkt man, dass es sich um eine Gegenüberstellung von Museumsobjekten der Aufklärungsepoche mit aktueller Kunst handelte und somit ein wunderbarer Übergang von der Geschichte des Hauses zur jungen Kunsthalle Museum Fridericianum geschaffen wurde. Es folgten die Ausstellungen Wiener Aktionismus(1988), Italiens Moderne (1990) und Shapes and Positions (1993) sowie Präsentationen mit Arbeiten von Pierre Soulage (1989), Laszlo Mohlogy-Nagy (1991)oder Gustav Klucis (1991). Nach der documenta X übernahm René Block 1998 die künstlerische Leitung des Fridericianums und veranlasste im Jahr 2001 die Umbenennung in Kunsthalle Fridericianum und verdeutlichte damit die Funktion des Hauses als Ausstellungsort aktueller Kunst. Thematisch fokussierte er die Internationalität des Hauses in Form einer Auseinandersetzung mit der Peripherie des globalen Kunstgeschehens. Neben Ausstellungen, die seiner langjährigen Leidenschaft und engen Zugehörigkeit zur Fluxus-Bewegung gewidmet waren, zentrierte er sein Interesse auf Themenausstellungen sowie auf groß angelegte Gruppenausstellungen. Zu den bedeutendsten gehören Das Lied von der Erde (2000), Looking At You (2001) und In den Schluchten des Balkan (2003). Zudem öffnete René Block die Kunsthalle Fridericianum dem kuratorischen Nachwuchs, indem er 2003 die Kuratorenwerkstatt ins Leben rief und eine enge Zusammenarbeit mit dem apexart Curatorial Program in New York organisiert wurde.

Seit 2008 steht die Kunsthalle Fridericianum unter der Leitung von Rein Wolfs und nimmt voller Ambitionen und Energie den Betrieb nach der documenta 12 und der Hessischen Landesausstellung König Lustik!? im Sinne der jungen Gegenwartskunst wieder auf. Mit einer Konzentration auf Einzelausstellungen von jungen, internationalen Künstlerinnen und Künstlern wird auf Menschlichkeit in allen Facetten gesetzt, und auch mal auf Provokation und Unangepasstheit. Es werden vor allem die künstlerischen Haltungen sein, denen das Hauptaugenmerk gilt und der gesellschaftliche und politische Hintergrund der Kunst soll und wird nach vorne treten.






 

Kontaktinfos

Kunsthalle Fridericianum
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel (Deutschland)

Tel: +49 561 - 707 2720
Fax: +49 561 - 77 4578
office@fridericianum-kassel.de
www.fridericianum-kassel.de

Öffnungszeiten:
We-Su 10-18h, Th -20h


Photo: Nils Klinger