Profil
Die "Ursprungsgalerie" wurde 1974 von Elisabeth Kaufmann in der Schweizer Stadt Olten unter dem Namen GALERIE ELISABETH KAUFMANN gegründet. Nach Umzügen der Galerieräume nach Basel und später nach Zürich etablierte sich die Galerie Elisabeth Kaufmann in den achtziger und neunziger Jahren als eine der führenden international agierenden Schweizer Galerien.
In den frühen Jahren, den 1980ern, bestimmten die folgenden Punkte das Galeriekonzept: Gemälde und Zeichnung (Walter Dahn, Martin Disler, Anselm Stalde, Klaudia Schifferle, Helmut Federle, Jean Frédéric Schnyder, ua); Arte Povera (Fabro, Zorio, Penone, Anselmo); multi media (Christian Bolzanski, Annette Messager, ua); und Konzeptkunst (Hanne Darboven, Gerhard Merz, Reiner Ruthenbeck, Edda Renouf, ua).
Der vielseitige Ansatz der Anfangszeit wurde in den kommenden Jahren geschätzt und weitere Schwerpunkte wurden in den 1990er Jahren die abstrakte Malerei (James Hyde, Susanne Paesler), Fotografie und Videoinstallation (Rebecca Horn, Gloria Friedmann, Silvie und Chérif Defraoui, Jos Näpflin, Daniel Schibli). Ab der Jahrtausendwende interessierte sich Elisabeth Kaufmann vor allem für multimedial arbeitende Künstler, deren Werke einen experimentellen Ansatz vorweisen (Shahryar Nashat, Georges Adéagbo, Jan Fabre , G.R.A.M., Ryan Gander). Es wurden zunehmend jüngere Positionen in das Galerieprogramm integriert, wodurch die Galerie Elisabeth Kaufmann auch zum Ende der 2000er Jahre eine trotz schwerer Krankheit der Galeriebesitzerin am aktuellen internationalen Diskurs teilnahm (Keren Cytter, Lucy Skaer , Claudia Wieser , Yesim Akdeniz Graf , ua.).
Die Galerie SCHAU ORT wurde im Dezember 2009 von Elisabeth Kaufmann und Christiane Büntgen gegründet. Das Künstlerprogramm war zunächst identisch mit dem der Galerie Elisabeth Kaufmann, da die Neugründung auf das ehemalige Geschäft von Elisabeth Kaufmann zurück ging. Wenige Monate nach der ersten Eröffnung unter neuem Namen verstarb bedauerlicherweise Elisabeth Kaufmann im Frühjahr 2010. Die heute unter "Represented Artists" aufgeführten Künstler spiegeln den Stand des Galerieprogramms zum Zeitpunkt der Neubenennung wider.
Die alleinige Übernahme der Galerie von Christiane Büntgen im Februar 2010 brachte einige Neuerungen im Künstlerprogramm mit sich. Zwar erklärten die meisten Künstler der ehemaligen Galerie Elisabeth Kaufmann, auch unter neuer Führung der Galerie verbunden zu bleiben. Dennoch bringt ein derartiger Wechsel auch immer frischen Wind in die bestehenden Strukturen; in diesem Fall den verstärkten Fokus auf die jüngeren und ganz jungen Künstlertalente. Die Künstler, mit denen Christiane Büntgen seit der Galerieübernahme zusammen gearbeitet hat oder bald arbeiten wird, sind unter der Rubrik "Current Collaborators" vermerkt.
Aus diesen beiden Listen wird mittelfristig eine einzige Liste der vom SCHAU ORT vertretenen Künstler entstehen: eine im positiven Sinne heterogene Zusammenstellung von etablierten Künstlern, die der Galerie mit ihrer langjähriger Erfahrung oftmals auch als Mentoren beistehen (z.B. Walter Dahn , James Hyde , Silvie Defraoui ), von Künstlern, die sich mitten im Aufschwung einer aufregenden Karriere befinden (z.B. Keren Cytter , Pavel Pepperstein , Claudia Wieser ), und von vielversprechenden jungen Künstlertalenten im Ausprobieren ihrer Möglichkeiten (z.B. Lucy Skaer , Michiel Ceulers, Seline Baumgartner). Der Ansatz bei der Auswahl der Künstler wird sicherlich immer das Interesse an konzeptuellen Positionen sein.
Einen besonderen Platz möchte Christiane Büntgen den aufstrebenden Talenten der Zürcher Szene mittels eines Förderprogramms einräumen: unter dem Titel "SCHAU PLATZ" wird eine jährliche Ausstellungreihe etabliert, in der ganz junge Künstler wohnhaft in Zürich ihre Werke zum allerersten Mal im Galeriekontext ausstellen können und so ihre ersten Erfahrungen mit dem Kunstmarkt sammeln (erste Edition: Oktober - November 2010 mit Martinka Kremeckova und Seline Baumgartner).
Darüberhinaus existiert das "SCHAU FENSTER" als kleine Projektplattform der Galerie. In einem nur von der Straße aus einsehbarem Fenster werden unterschiedliche Positionen vorgestellt: internationale Galerien, die wiederrum einen Künstler aus ihrem Programm zeigen (Galerie Rod Barton London, Galerie Ben Kaufmann Berlin), Studenten der Zürcher Akademie (Franzisca Silva), oder kuratorische Interventionen (Alpineum Produzentengalerie Luzern).
Schließlich möchte Christiane Büntgen wie auch schon im Sommer 2010 Kuratoren einladen, eigene Projekte in der Galerie zu realisieren. Der erste Erfolg dieses Konzeptes war die von Elke Bippus kuratierte Ausstellung "Linie 2,3,4": eine große Hanne Darboven Zeichnungsserie von 1988, die zum Bestand der Galerie Elisabeth Kaufmann gehört, in Gegenüberstellung zu ganz aktuellen Aufzeichnungen der Zürcher Künstlerin Irene Weingartner.
Künstler der Galerie bzw der Sammlung
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Kontaktinfos
SCHAU ORT - Christiane Büntgen
Müllerstr 57
8004 Zürich (Schweiz)
Öffnungszeiten: We-Sa 12-18h, appointment

Foto by Thomas Schlup, 2010
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