Die Privatsammlung Eduard Gerber umfasst über hundert Werke des Berner Künstlers. Sie nimmt ihren Anfang in den 1930er Jahren, als der junge Eduard Gerber und der schon damals namhafte Künstler Cuno Amiet sich kennenlernten. Über die Zeit hinweg entstand nicht nur eine tiefe Freundschaft von Eduard Gerber mit der Familie Amiet, sondern eine der schönsten Amiet-Sammlungen. Die Werke haben sowohl für den Sammler, aber auch für den Künstler eine besondere Stellung in der jeweiligen Zeit eingenommen. Durch die langjährige Sammlertätigkeit von Eduard Gerber fanden Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken von den Anfängen Amiets bis hin zu seiner letzten Schaffensphase Eingang in diese Kollektion. Das Publikum erwartet damit nicht nur ein besonderer Einblick in das Lebenswerk des Künstlers sondern auch in die aussergewöhnliche Freundschaft, durch welche die Sammlung erst entstehen konnte.
Während die Sammlung von Eduard Gerber aus emotionaler Nähe zum Maler entstanden ist, befinden sich im Kunstmuseum Bern repräsentative Werkgruppen von Amiet, die für das „offizielle“ Œuvre des Künstlers stehen und die seinen Status als der neue Nationalkünstler nach Ferdinand Hodlers Tod untermauerten. Die Werke von Cuno Amiet bilden einer der Hauptschwerpunkte der Sammlung des Kunstmuseums Bern: Mit 56 Gemälden, 121 Arbeiten auf Papier sowie dem Sgraffito Apfelernte an der Fassade des Museums ist die Amiet-Sammlung im Kunstmuseum Bern gross und um-fassend. So bietet die Ausstellung einen repräsentativen Überblick über Amiets Schaffen.
( Kunstmuseum Bern) |