Günter Förg, 1952 in Füssen geboren, lebt und arbeitet im Areuse (Schweiz). Große Farbflächen, Gitter, Streifen. Reliefartige Strukturen, sichtbar „handmade“. Hochglanz-Architektur-Fotografien. Was zunächst disparat scheint, bekommt bei Günter Förg einen gemeinsamen Nenner. Die Auseinandersetzung mit dem Raum ist das zentrale Thema in seinem Werk, das er mit dem breiten medialen Spektrum von Malerei, Wandmalereien, Skulpturen, Rauminstallationen und Fotografie bearbeitet. Ausgehend von großen monochromen Arbeiten in den frühen 1970er Jahren experimentierte Förg mit unterschiedlichen Trägermaterialien wie Blei oder Aluminiumblechen. Hinzu kommen Wandmalereien und Skulpturen, arrangiert in raumgreifenden Installationen, und die Reihen von Architekturfotografien. Die eigentümlichen, auch haptischen Material- und Medienqualitäten, die Spur der eigenen Hand bei Skulpturen oder der Pinselführung, sind für Günter Förg von großer Wichtigkeit. Unter Einbeziehung von Raum und Betrachter, zum Beispiel durch die spiegelnde Verglasung seiner Fotoarbeiten, sprengt er dabei die traditionellen Grenzen des Tafelbildes. Sein der Appropriation Art nahestehendes Werk, im Sinne der Aneignung abstrakter Eigenschaften von Kunstwerken und fundamentaler Kategorien der Kunstwelt, lotet aktiv Bedingungen und Grenzen von Kunst aus. © ArtLogistics |