| Henri Matisse (* 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis, Aisne, Frankreich; 3. November 1954 in Cimiez, heute ein Vorort von Nizza), vollständig Henri Émile Benoît Matisse, war ein französischer Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer. Er zählt mit Pablo Picasso zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne und gilt neben André Derain als Wegbereiter und Hauptvertreter des Fauvismus, der die Loslösung vom Impressionismus propagierte und eine künstlerische Revolution des 20. Jahrhunderts darstellt.[1] Matisse fand seinen eigenen künstlerischen Stil durch die Anwendung der reinen Farbe für die räumliche Wirkung. In seinen Gemälden sind die Farbgebung, der spielerische Bildaufbau und die Leichtigkeit seiner Bildthemen sowie die Einfachheit der Komposition das Ergebnis langer Studien.[2] Mit seinen in den 1940-er Jahren entstandenen gouaches découpées, ein Beispiel ist das Künstlerbuch Jazz, schuf Matisse ein Spätwerk, das seine Reduktionsbestrebungen zum Abschluss bringt und die ersehnte Synthese von Linie und Farbe erfüllt.[3] Die von ihm geplante und ausgestattete Rosenkranzkapelle in Vence, eingeweiht im Jahr 1951, hielt der Künstler selbst für sein Meisterwerk.[4] Seine stilistischen Neuerungen beeinflussten die Moderne Kunst. So geht unter anderem die Entstehung des abstrakten Expressionismus in den USA mit auf seinen Einfluss zurück. (Wikipedia) |