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Jörg Sasse

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Jörg Sasse
Künstlername: Jörg Sasse
bevorzugtes Medium: Fotografie
Geburtsjahr: 1962
Nationalität: DE
Wohnort: Düsseldorf

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Jörg Sasse - Profile

"Ich würde nie eine Arbeit veröffentlichen, vor der ich nicht selber stehen könnte und staunen." Nichts ist Jörg Sasse verdächtiger als eindeutige Antworten. Dazu ist ihm die Wirklichkeit ein viel zu komplexes und rätselhaftes Gebilde. Definitive 1heiten existieren für ihn nicht. Und wenn es sie gibt, dann misstraut er ihnen. Überhaupt ist Jörg Sasse eher ein Mensch der Fragen als der Antworten. "Hat klassische Fotografie jemals das abgebildet, was vor der Kamera war?" lautet eine der Fragen, die Sasse in seinen Arbeiten reflektiert. Alle hier versammelten Werke artikulieren Zweifel am dokumentarischen Charakter der Fotografie. Streng genommen sind diese Werke gar keine Fotografien, denn sie entstehen am Computer. Allerdings dienen Fotos als Rohmaterial. Sasse findet sie in Familienalben, auf Flohmärkten oder im Sperrmüll. Finden sei übrigens viel origineller als Erfinden, sagt Jörg Sasse. Aufnahmen, die ihn interessieren, digitalisiert er. Dann folgt ein minutiöser Bearbeitungsprozess, durch den sich das Foto immer weiter von seinem Ursprungsmedium entfernt. Sasse bestimmt Farben und Ausschnitt, nimmt Einfluss auf Perspektive, tilgt einzelne Bildinhalte oder fügt neue hinzu. Was am Ende dabei herauskommt, ist ein von allen stofflichen Zufälligkeiten gereinigtes Kunstprodukt: die Illusion von Wirklichkeit, die "Behauptung einer Fotografie" - ein Bild. Das Spiel mit Wirklichkeitsebenen und 1nehmungsgewohnheiten möchte das Rätselhafte visualisieren. Und vertraut dabei gleichzeitig auf die Mitwirkung des Verstandes, der die Illusion durchschaut. Aber für Jörg Sasse ist das kein Widerspruch: "Sehen und Denken, Denken und Sehen: Kann man das trennen?" Abbildung: 5671, 1996, 103,5 x 179,7 cm GUY TOSATTO Durchs Bild hindurch Die Welt ist ein unerschöpfliches Reservoir an Bildern. Diesen Tatbestand hat die Fotografie, indem sie das Sichtbare zerschneidet, vereinzelt und fragmentiert, nur noch weiter betont und verstärkt. Desgleichen hat sie uns ermöglicht, die Welt anders zu sehen und folglich auf andere Weise zu denken. Offensichtlich hat sie eine neue Psyche herausgebildet, und zwar in einem Maße, daß wir die Wirklichkeit heute nur noch durch den Filter von Bildern wahrnehmen, die uns geprägt haben, uns beherrschen, uns heimsuchen. Die Vorstellungswelt des modernen Menschen ist aus diesen Bildern modelliert, die sich überall finden, ob in Photoalben, in Zeitschriften oder Zeitungen. All diese Bilder, harmlose oder bedeutungsschwere, schöne oder häßliche - fügen sich zu einer Konstellation zusammen, in der unsere Gedanken, unsere Träume, unsere Ängste und unsere Wünsche sich entfalten und identifizieren. Die Fotografie hat uns ermöglicht, die Welt anders zu sehen, indem sie sie aus größerer Nähe zeigt und sie zugleich durch ein dem Verfahren selbst inhärentes Umkehrverhältnis - in die Ferne rückt. Die Welt aus größerer Nähe zu betrachten und sie gleichzeitig auf Distanz zu halten, ist tatsächlich eines der merkwürdigsten Paradoxe der Fotografie. Und damit eines der produktivsten Merkmale dieses Mediums. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Künstler wie Sigmar Polke oder Gerhard Richter diese Dimension zunutze gemacht, indem sie sie in eine kritische Reflexion über die Malerei und die Frage der Repräsentation mit einbezogen. Parallel dazu haben Bernd und Hilla Becher anhand desselben Paradoxes eine neue Objektivität der Fotografie definiert. Bei ihnen wird das Bild zur strikten und reinen Dokumentation des Realen. In perfekter Leugnung seines illusionistischen Charakters und mit strenger, archaischer Grandeur tritt es als letzter Zeuge einer Realität auf, die aus der industriellen Revolution hervorgegangen und nun im Verschwinden begriffen ist. Aber lag in ihrer Vorgehensweise nicht auch die Vorahnung einer anderen Revolution, die jetzt ihr Forschungsinstrument unmittelbar selbst betrifft? Also die Verheißung der technologischen Revolution und im Bereich des Bildes - jener Revolution, die durch die Di

wichtigste Ausstellungen von Jörg Sasse

Ausstellung Veranstalter Stadt Land Datum
Jörg Sasse Museum Kunst Palast Düsseldorf DE 02.06.2007
Jörg Sasse Kunstmuseum Bonn Bonn DE 01.12.2005
Jörg Sasse Kunstverein Hannover Hannover DE 29.04.2006
Imagination Becomes Reality Sammlung Goetz München DE 27.06.2005
Hirschfaktor - Die Kunst des Zitierens ZKM - Museum für Neue Kunst Karlsruhe DE 22.10.2011
Jörg Sasse Galerie nächst St. Stephan Wien AT 28.04.2007
Die Kunst zu sammeln Museum Kunst Palast Düsseldorf DE 21.04.2007
Jörg Sasse Galerie nächst St. Stephan Wien AT 03.02.2005
Jörg Sasse Mai 36 Galerie Zürich CH 27.08.2004
Der Mensch und seine Objekte Museum Folkwang Essen Essen DE 25.02.2012

Künstlerwebsite


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Jörg Sasse

Galerien, die
Jörg Sasse vertreten:

Galerie Akinci
Galerie nächst St. Stephan
Wilma Tolksdorf Berlin
Wilma Tolksdorf Frankfurt

Sammlungen, in denen
Jörg Sasse vertreten ist:

Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Bank Collection
DZ Bank Collection
Fotomuseum Winterthur
FRAC - Pays de Loire
Huis Marseille
Sammlung der Bundesrepublik Deutschland
Sammlung Goetz
Sammlung Ploner
Solomon R. Guggenheim Museum