| Zielscheiben, die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika, Alphabete und Zahlen sind die Motive des 1930 in Augusta, Georgia, geborenen Malers und Bildhauers Jasper Johns. Diese strikte Festlegung auf einige wenige Sujets, die in seinem späteren Werk noch um die Landkarte der USA erweitert wurde, machten den aus dem Abstrakten Expressionismus stammenden Johns in den späten 50er Jahren berühmt, als er in seiner ersten Soloshow in New York aus dem Stand drei Bilder an das Museum of Modern Art verkaufte. Johns, dessen Kindheitstraum es war, Künstler zu werden, kam im Jahre 1952 nach New York, wo er Kontakte zur Kunstszene knüpfte. Er verdiente zunächst sein Geld mit Schaufensterdekorationen, entwickelte jedoch schnell sowohl die für ihn typischen Motive als auch eine technische Handschrift, die sein Markenzeichen wurde. Die Grundierung Johns' Bilder sind oft collagierte Zeitungsfetzen, welche unter der aufgetragenen Farbe noch teilweise zu erkennen sind. Des weiteren verwendete Johns die aus der griechischen Antike stammende Enkaustik, eine Technik, in der die Farbpigmente in flüssigem Wachs aufgelöst und auf die Leinwand aufgetragen werden. Diese beiden Elemente, seine Motive und die Technik, machten Jasper Johns zum wichtigsten Wegbereiter der Pop-Art einerseits und des amerikanischen Minimalismus andererseits. © ArtLogistics |