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Ludger Gerdes

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Ludger Gerdes
Künstlername: Ludger Gerdes
bevorzugtes Medium: Mixed Media
Geburtsjahr: 1954
Nationalität: DE
Wohnort: Dülmen

Reports zu Ludger Gerdes:

Professional Report von Ludger Gerdes

Ludger Gerdes - Profile

Ludger Gerdes (* 10. April 1954 in Lastrup; † 17. Oktober 2008 bei Dülmen) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Multimedia-Künstler.
Nach dem Abitur am Gymnasium Antonianum in Vechta studierte Ludger Gerdes von 1975 bis 1982, zunächst an der Kunstakademie Münster bei Timm Ulrichs und Lothar Baumgarten und ab 1977 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter.

Mit seiner Kritik der Bindung moderner Kunst an das Museum und die temporäre Ausstellung trat Gerdes Anfang der 1980er Jahre in Ausstellungen und Aktionen hervor - unter anderem gemeinsam mit Thomas Schütte. Er plädierte für Kunstwerke als Mittel zur Gestaltung von öffentlichem Raum und als Medium öffentlicher Kommunikation. Vor allem der englische Landschaftsgarten war ihm dabei wichtiges historisches Vorbild. Er galt damals als der intellektuelle Kopf der Künstler-Gruppierung "Düsseldorfer Modellbauer".

1982 war er bei der documenta 7 mit einem architektonisch inspirierten Triptychon in Kassel vertreten. Zu dieser Zeit entstand eine Folge von Maler-Bildern mit ausgeprägt allegorisch-erzählerischen Elementen und die Schwarze Serie, abstrakte Gemälde zwischen Monochromie und Schriftbild. Mit seinem Land-Art-Projekt Ein Schiff für Münster für die Schau Skulptur.Projekte wurde er 1987 einem größeren Publikum bekannt. 1986 erhielt er den Ars-Viva-Förderpreis des Kulturkreises im BDI, 1994 den Sprengel-Preis für bildende Kunst, Hannover.

1990 bis 1992 lehrte er an der Städelschule, Frankfurt; war 1998 bis 2004 Professor für Malerei und Multimedia an der HFG, Karlsruhe; seit 2005 Professor für Malerei an der Muthesius-Kunsthochschule, Kiel. Neben seiner Professur lebte und arbeitete er in München und Düsseldorf.

Ludger Gerdes arbeitete zweigleisig in den Bereichen bildender Kunst und Philosophie: Seine großformatige Malerei verfolgte Fragen der Oberfläche und Bildrealität, seine Skulpturen gingen der Objekthaftigkeit von Dingen, ihrem Realitätsgrad sowie ihrer öffentlichen Funktion nach. Gerade mit dieser letztlich politischen Stellung der Kunst beschäftigte sich Gerdes nicht nur als bildender Künstler, sondern sehr wirksam auch als theoretischer Autor und Vortragender. Unter Kennern galt Gerdes als „stiller“, aber wichtiger Künstler seiner Generation, der mit seinen „visuellen Metaphern“ im öffentlichen Raum, etwa der Neonskulptur ICHS (1989) im Garten des Krefelder Museums Haus Esters eine philosophisch-ästhetische Reflexion der Existenz formulierte.
Klaus-Bahlsen-Brunnen in Hannover

In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der öffentlichen Skulptur und der ästhetischen Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, dokumentierte etwa 1996 in einer Fotoserie 140 Platzgestaltungen in Deutschland. Eine neue Werkgruppe konzeptueller Diptychen kombinierte literarische und philosophische Texte mit Fotografie. In München entstand 2003 mit der Gestaltung des Walter-Sedlmayr-Platzes sein letztes großes öffentliches dreidimensionales Projekt.

Ludger Gerdes ist am 17. Oktober 2008 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sein Nachlass wird zukünftig vom Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds in Pulheim bei Köln betreut.
(Auszug Wikipedia)

wichtigste Ausstellungen von Ludger Gerdes

Ausstellung Veranstalter Stadt Land Datum
Theatergarten Bestiarium Haus der Kunst München DE 28.03.2011
documenta 7 Galerie Ulrike Hrobsky Wien AT 19.06.1982
Auswertung der Flugdaten: Kunst der 80er. Eine Düsseldorfer Perspektive K20 KUNSTSAMMLUNG NRW Düsseldorf DE 10.09.2010
Skulptur.Projekte in Münster 1987 Skulptur Projekte Münster Münster DE 14.06.1987
Ludger Gerdes Rüdiger Schöttle Galerie München DE 28.10.2011
11. Triennale Fellbach Kleinplastik 2010 Triennale Kleinplastik Fellbach Fellbach DE 12.06.2010
Made in Munich. Editionen von 1968 bis 2008 Haus der Kunst München DE 21.11.2008
Rückkehr Neuer Kunstverein Aschaffenburg Aschaffenburg DE 24.05.2009
Als wäre nichts gesagt Museen Haus Lange und Haus Esters Krefeld DE 08.07.2007
Stadtlicht - Lichtkunst / Illuminated Cities - Illuminated Art Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg DE 17.10.2004

Künstlerwebsite


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Ludger Gerdes

Galerien, die
Ludger Gerdes vertreten:

Galerie Ute Parduhn

Sammlungen, in denen
Ludger Gerdes vertreten ist:

Deutsche Bank Collection
FRAC - Nord-Pas de Calais
Frac Centre
MuHKA Museum voor Hedendaagse Kunst
Museen Haus Lange und Haus Esters