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Ludwig Meidner

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Ludwig Meidner
Künstlername: Ludwig Meidner
bevorzugtes Medium: Malerei
Geburtsjahr: 1884
Nationalität: DE
Wohnort: Darmstadt

Reports zu Ludwig Meidner:

Professional Report von Ludwig Meidner

Ludwig Meidner - Profile

Auf Wunsch der Eltern beginnt der junge Meidner zunächst eine Maurerlehre, bricht diese ab und wird 1903 in die Kunst- und Kunstgewerbeschule in Breslau aufgenommen. Meidner verlässt die Schule nach zweieinhalb Jahren und zieht nach Berlin. Bedeutsam für sein späteres Werk ist der Unterricht im Radieren, den er bei dem Künstler Hermann Struck nimmt. In den ersten Berliner Jahren entstehen nur wenige Gemälde - "Industrielle Stadtlandschaften", die formal und farblich den Werken der französischen Fauves nahestehen. Meidner interessiert sich nicht für den ästhetischen Reiz der Bauwerke, sondern für die aggressive Verdrängung der Natur durch die expandierende Großstadt, die er als bedrohlich und unheimlich schildert. 1906 geht Ludwig Meidner für ein knappes Jahr nach Paris, wo er Amedeo Modigliani kennenlernt. Die folgenden Jahre in Berlin sind von existenzieller Finanznot, aber auch intensivem Erleben der expressionistischen Bohème geprägt. Die befreundeten Literaten werden zu bevorzugten Modellen. 1912 ist ein wichtiges Jahr für den Künstler: Er malt die ersten seiner eindringlichen Selbstporträts und "Apokalyptischen Landschaften", gründet zusammen mit Jacob Steinhardt und Richard Janthur die Gruppe "Die Pathetiker", die in Herwarth Waldens Sturm-Galerie ausstellt. Hier lernt Meidner Robert Delaunay kennen, dessen orphistische Malweise ihn ebenso inspiriert wie die Kunst der italienischen Futuristen. Von existenziellen Ängsten getrieben, wendet er sich religiösen Bildthemen zu. Meidner wird 1916 zum Kriegsdienst eingezogen und dient als Dolmetscher und Zensor in einem Kriegsgefangenenlager. Hier beginnt er zu schreiben. Nach dem Krieg schließt sich Meidner 1918 der "Novembergruppe" und dem revolutionären "Arbeitsrat für Kunst" an. Enttäuscht vom Scheitern der Revolution, zieht sich der Künstler desillusioniert ins Private zurück. Er wendet sich vom Expressionismus ab, der als mittlerweile populäre Kunstrichtung zunehmend kommerziell erfolgreich ist. In Meidners "Autobiographischen Plauderei" distanziert er sich von seinem Frühwerk, verprellt Weggefährten und Freunde. Religiöse Themen, Landschaften, Stillleben und weiterhin Porträts bestimmen fortan sein Werk. 1933 als "entartet" erklärt und als Jude verfolgt, emigriert der Maler nach England und kehrt erst 1953 nach Deutschland zurück. In einer letzten, sehr produktiven Schaffensphase entwickelt er seinen in den 1920er Jahren gefundenen Stil eines malerischen Realismus weiter. (Ketterer Kunst)

wichtigste Ausstellungen von Ludwig Meidner

Ausstellung Veranstalter Stadt Land Datum
46. Biennale Venedig 1995 Biennale Venedig Venedig IT 12.06.1995
Kollwitz - Beckmann - Dix - Grosz. Kriegszeit Staatsgalerie Stuttgart Stuttgart DE 30.04.2011
Melanie Gugelmann - Im Dickicht der Städte Kunsthaus Zürich Zürich CH 30.11.2007
Josef Herman: Warsaw, Brussels, Glasgow, London, 1938-44. Ben Uri Gallery London GB 21.08.2011
Berlin-Tokyo / Tokyo-Berlin Mori Art Museum Tokyo JP 28.01.2006
Berlin-Tokyo / Tokyo-Berlin Neue Nationalgalerie Berlin Berlin DE 07.06.2006
From Dürer to Kiefer Kunsthal Rotterdam Rotterdam NL 13.06.2009
Tokyo - Berlin / Berlin - Tokyo Mori Art Museum Tokyo JP 28.01.2006
Weltsichten: Landschaft in der Kunst vom 17. bis 21. Jahrhundert Situation Kunst Bochum Bochum DE 08.05.2010

Künstlerwebsite


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Ludwig Meidner

Galerien, die
Ludwig Meidner vertreten:

Bernd Dürr GmbH
Fischer Kunsthandel
Galerie Haas AG
Galerie Schlichtenmaier - Grafenau
Michael Hasenclever

Sammlungen, in denen
Ludwig Meidner vertreten ist:

Deutsche Bank Collection
Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
Los Angeles County Museum of Art, LACMA
Museo Thyssen-Bornemisza
Neue Nationalgalerie Berlin