| 1918 gründete er mit Johannes Theodor Baargeld die Kölner Dada-Gruppe, an der auch seine Ehefrau Luise Straus-Ernst beteiligt war. Es erschien einmalig die Dada-Zeitschrift Der Ventilator, herausgegeben von Baargeld.[3] In dieser Zeit entstanden Bilder von Nonsens-Maschinen, die an technische Zeichnungen erinnern, beispielsweise Von minimax dadamax selbst konstruiertes maschinchen (1919/20) sowie Collagen, in denen sich Technik und Pflanzenwelt vermischen wie in Katharina ondulata (1920). 1919 kam Max Ernst durch die Zeitschrift Valori Plastici mit Reproduktionen der Bilder von Giorgio de Chirico in Berührung, die ihn so sehr beeindruckten, dass er noch im selben Jahr mit den Mitteln einer finanziellen Unterstützung für arbeitslose Künstler die Grafik-Mappe Fiat modes - pereat ars herausbrachte. Im selben Jahr wurde in Düsseldorf die Künstlervereinigung Das Junge Rheinland gegründet, zu deren Mitglied er zählte. Im November des Jahres fand eine Ausstellung der Dadaisten in den Räumen des Kölner Kunstvereins statt, die von der britischen Militärregierung geschlossen wurde. Mit Hans Arp wurde 1920 die "Zentrale W/3" gegründet, die "Weststupidien 3" waren Arp, Baargeld und Ernst, die im Februar die Zeitschrift die schammade. dilettanten veröffentlichten. Zu den französischen Mitarbeitern gehörten André Breton, Paul Éluard und Louis Aragon.
Im Jahr 1921 lernte er den Schriftsteller Paul Éluard und seine Frau Gala kennen und siedelte 1922 endgültig nach Paris, wo er 1924 die Collage und die Frottage als künstlerische Techniken für sich entdeckte und ausweitete. Sein Werk Rendez-vous der Freunde aus dem Jahr 1922 wurde 1923 im "Salon des Indépendants" präsentiert.
Ab 1924 war Ernst einer der wichtigsten Maler des Surrealismus. Ein Jahr später entwickelte er die für die Malerei adäquate Grattage. 1925 fertigte er seine ersten Werke in der von ihm erfundenen Frottagetechnik an, die in seinem Buch Historie naturelle 1926 veröffentlicht wurden. Diese Techniken bestimmten nun den für ihn typischen Stil. Noch im selben Jahr heiratete er die Französin Marie-Berthe Aurenche. Er arbeitete zusammen mit Joan Miró am Bühnenbild und an den Kostümen für Djagilews Ballett Romeo and Juliet, Musik von Constant Lambert, das von den Ballets Russes aufgeführt wurde. Diese Mitarbeit rief den Protest der Surrealistengruppe hervor. 1927 entstanden erste Bildserien seiner ikonenhaften Vogel-, Wald- und Muschelmotive. Im Jahr 1930 übernahm Max Ernst die Rolle eines Räuberhauptmanns in dem umstrittenen surrealistischen Film Das goldene Zeitalter (L'Âge d'Or), von Luis Buñuel und Salvador Dalí. Der surrealistische Schriftsteller René Crevel nannte Max Ernst den "Zauberer der kaum spürbaren Verrückungen". (Wikipedia) |