| Roni Horn arbeitet vornehmlich mit Skulptur, Zeichnung und Fotografie, ohne dabei einem bestimmten Medium mehr Bedeutung einzuräumen. Ihrem zeichnerischen Oeuvre wurden wiederholt wichtige Einzelausstellungen gewidmet, so im Centre Pompidou in Paris (2003- 04), im Museum für Gegenwartskunst Basel (1995) und im Kunstmuseum Winterthur (1993). Diese grossformatigen Zeichnungen mit in Bleistift geschriebenen Worten und Fragmenten entstehen durch den direkten Auftrag von Pigmenten auf Papier und einem anschliessenden Prozess des akribischen Zerschneidens und Zusammensetzens. Das Pigmentpulver wird mit etwas Terpentin auf das Papier aufgetragen und schliesslich durch Pinselaufträge mit Lack fixiert. Anschliessend wird das Papier in Streifen und unterschiedliche geometrische Formen zerschnitten, um dann auf einem grossen Papier, das als Grundlage dient, wieder neu zusammengefügt zu werden. In der Komposition durch Schneiden, Kleben und Zusammenfügen einzelner Fragmente, ähnlich einer Assemblage, zeigen sich die Anliegen einer Bildhauerin, die sich mit Räumlichkeit und dem Verhältnis einzelner Elemente auseinandersetzt. (Quelle: Hauser & Wirth, Zürich) |