| Dem Himmel so nah - fühlt man sich gegenüber der Bilder von Yves Klein. In seiner Beschäftigung mit den Elementen widmete sich der Künstler, der 1928 in Nizza (Frankreich) geboren wurde und 1962 in Paris verstarb, vor allem der Luft und dem Himmel. Eignes dafür entwickelte er auch das das International-Klein-Blue (IKB), ein dunkles Ultramarinblau, das er sich patentieren lies. In seinen großen monochromen Leinwänden scheint diese Farbe uns aufzusaugen, eine mystische und einnehmende Wirkung, die bisweilen auch durch in IKB getränkte Schwämme verstärkt wird. In seinen Anthropometrien wendet er sich von diesem monochromen, abstrakten Bilder ab: Wie ein wörtlich genommenes Aktbild bestreichen sich seine weiblichen Modelle mit dem International-Klein-Blue und drücken sich gegen oder wälzen sich auf Leinwänden. Die Performance vorwegnehmend wird das gegenständlich Körperliche sichtbar ohne aber eindeutig zu sein. Abstrakte Gegenständlichkeit. Ebenso experimentierte er mit später Feuerwerfern und Regen für die Erstellung seiner Bilder. Sein Interesse machte auch vor der Architektur nicht halt und er beschäftigte sich mit der so genanten "Air Architecture", einer Architektur, die aus ephermen Baustoffen wie Luft, Feuer und Wasser entstehen sollte. Er war Mitbegründer der Gruppe der `Nouveaux Réalistes'.© ArtLogistics |