Was Christo und Jean Claude für ihre Arbeit brauchen? Viele Jahre Vorbereitungszeit, Kilometerweise Stoff, immer wieder neue Konstruktionen und ganz viel Geduld. Das Ehepaar hat sich der Kunst außerhalb der gängigen Kunstinstitutionen und draußen, also an der frischen Luft, verschrieben und muss sich deswegen für seine Arbeiten Genehmigungen der unterschiedlichsten Behörden einholen. Christo (eigentlich Christo Vladimirov Javacheff) wurde 1935 in Garbrovo (Bulgarien) und Jeanne-Claude im selben Jahr in Casablanca (USA) geboren; heute leben und arbeiten sie zusammen in New York (USA). In ihren monumentalen Arbeiten verpackten sie zunächst alles Mögliche, bis hin zu Gebäuden, mit Stoff. Das bekannteste Beispiel ist wohl die Verpackung des Deutschen Reichtages: ganzheitlich in weiße Stoffbahnen gehüllt erscheint er nicht mehr wie Architektur, sondern wie eine überdimensionale Skulptur. Heute arbeiten die beiden in direkter Auseinandersetzung mit (Stadt-) Landschaft: als Landart wird diese Strömung der Kunst bezeichnet. Immer noch verwenden die beiden bunte Stoffbahnen, die sie um Inseln herum spannen, oder in Form von „Gates“ (Toren) in Central Park in New York verteilen. Dabei wollen sie die Natur durch ihre immer temporären Eingriffe nicht verschönern, sie sind ihrer Aussage nach eine Interpretation der vorhandenen Gegebenheiten. Im Wind wehende Stoffbahnen, die unerwartete Farbakzente setzen. © ArtLogistics |