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art-Report - Die Methode

"In the attention economy of today, artists share the same problems. In a sea of “sameness”, the task is not only to master an alternative form of aesthetics, but to talk in a relevant contemporary language. What does this mean? This is the challenge for artists and all of us today. " Nicolaus Schafhausen

Messung des Wertpotentials zeitgenössischer Kunst
Art-Report beschäftigt sich mit der Logik hinter dem Markt für zeitgenössische Kunst. Art-Report analysiert das Wertpotential von Kunstwerken und stellt einen großen Teil dieser Informationen im Internet zur Verfügung.

Wer in die Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufgenommen wird, hat quasi den Olymp im Kunstbetrieb erreicht. Mehr noch kommt einem Ritterschlag gleich, wenn das MoMA einem Künstler eine Einzelausstellung oder gar Retrospektive widmet. Weltweit steigt die Aufmerksamkeit für diesen Künstler schon bei Ankündigung der Ausstellung - und kurz darauf klettern meist auch die Preise für seine Werke. Darauf basiert die so genannte Ökonomie der Aufmerksamkeit, die langfristig einen Zusammenhang zwischen dem "Marketing" eines Künstlers und den Preisen auf dem Kunstmarkt postuliert. Davon geht dieses Ranking aus. Es versucht, die Präsenz eines Künstlers im globalen Kunstbetrieb quantitativ und qualitativ zu messen und zu bewerten und darüber hinaus das Wertpotential zeitgenössischer Kunst zu ermitteln.

1. Faktische Aufmerksamkeit (Attention), bzw. Ausstellungspräsenz: Einer Ausstellung im MoMA gebührt bei einem Ranking der Aufmerksamkeit im Kunstbetrieb die höchste Wertungsziffer. Es folgen Museen wie das Centre Pompidou in Paris, die Kunsthalle Zürich, die Tate Modern in London oder die Nationalgalerie in Berlin. Darüber hinaus spielt die Beteiligung an Biennalen und Festivals eine Rolle, sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Kunstmessen.

2. Potentielle Aufmerksamkeit (Attention): Die potentielle Aufmerksamkeit spiegelt die Qualität des Marketing-Netzwerks eines Künstlers wieder - oder auch die Chance, zukünftig Aufmerksamkeit zu wecken und das erarbeitete Standing weiter zu verbessern. Sie setzt sich aus der Präsenz der ihn oder sie vertretenden Galerien auf Messen und Galeriestandorten zusammen. Wobei nicht die Quantität der Galerien ausschlaggebend ist, sondern die Qualität. ART-REPORT bewertet diese Netzwerke in Form von Punkten für das jeweilige Galerie-, bzw. Sammlernetzwerk. Aus der Summe aus faktischer und potentieller Aufmerksamkeit (als Konstante) berechnet sich das Global Ranking.

I. Ausstellungspräsenz, bzw. Art-Report-Punkte: Die Ausstellungspunkte (AR-Punkte) ergeben sich aus der Beteiligung eines Künstlers an den Einzel- oder Gruppenausstellungen der oben genannten Kunststätten. Die jeweilige Wertungsziffer wurde mit 30 bei einer Einzelausstellung multipliziert, bei Gruppenausstellungen mit 15 bis 2 - je nach Zahl der beteiligten Künstler und Künstlerinnen. Wurde eine Gruppenausstellung von einem einflussreichen Kurator oder einer einflussreichen Kuratorin zusammengestellt, gibt es zusätzliche Punkte. Es werden grundsätzlich die Ausstellungen der etwa 1.000 wichtigsten Museen, Kunsthallen und sonstigen nicht kommerziellen Institutionen systematisch ausgewertet. Weitere Kunstinstitutionen und Galerien können von uns autorisiert werden, ihre Events eigenständig auf Art-Report kostenfrei zu listen. Aus der Summe der  Ausstellungsbeteiligungen ergeben sich die AR-Punkte für das jeweilige Jahr.

II. Netzwerk zu Galerien, Kuratoren und Sammlern, bzw. Netzpunkte: Netzpunkte zu Galerien und Kuratoren: Das Netzwerk einer Galerie hat - neben der Qualität des Oeuvres letztlich - einen großen Einfluss auf die Resonanz eines Künstlers oder einer Künstlerin im Kunstbetrieb. Wer zudem auf den führenden Kunstmessen präsent ist, zieht die Aufmerksamkeit vieler Interessenten gleichzeitig auf sich. Sammlungs-Punkte: Wer beispielsweise in der Sammlung des MoMA vertreten ist, erhält dafür 200 Punkte. Bisher wurden knapp 950 Sammlungen ausgewertet. Sie werden ständig aktualisiert. Auch indirekt fließt der Einfluss der Sammler in das Ranking ein, weil diese ihre Kunstwerke in eigenen Museen ausstellen oder an öffentliche Museen und Institutionen ausleihen, die damit wiederum ihre teils sehr aufwendigen Ausstellungen bespielen können. Für die Preisentwicklung von Bedeutung ist außerdem die sogenannte US-Quote, weil vor allem amerikanische Sammler und Sammlungen auf dem internationalen Kunstmarkt den Ton angeben. Je größer diese US-Quote ausfällt, umso größer sind die Chancen auf Wertsteigerung.

III. Bewertungen, Preisfaktoren und Price/Attention/Ratio:  Zwischen Aufmerksamkeit alleine und den Preisen für Arbeiten eines Künstlers lässt sich kein direkter Zusammenhang herstellen. ART-REPORT greift deshalb auf Analysemethoden zurück, wie sie in der Aktienanalyse üblich sind - dem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) oder Price/Earnuings-Ratio (PER). Als Preis definieren wir nicht den jeweiligen Wert eines Kunstwerks in Dollar oder Euro, sondern den im internationalen Handel üblichen Preisfaktor, der sich aus der Division des Preises durch die Summe von Höhen-, Breiten-, bzw. Tiefenmaß eines Kunstwerks ergibt. Als den Quotienten (=Gewinn oder Attention) definiert ART-REPORT die in einem bestimmten Jahr erreichte faktische und potentielle Aufmerksamkeit, also die Qualität des Netzwerks und die Präsenz im internationalen Kunstbetrieb. Dieser Quationt wird mit einer komplexen Formel berechnet, in die alle erwähnten Einflussfaktoren einfließen.

IV. Leistungsspektrum: ART-REPORT bietet auf seiner Website neben Künstlerrankings, Künstlerprofilen und den Highlights aktueller Veranstaltungen auf  Anfrage Analysen über das Standing einzelner Künstler und Künstlergruppen einschließlich der Bewertung ihres Werks.